In Hüttwilen zügelt der Mittagstisch in den Polizeiposten

Dank mehr Steuern und weniger Sozialausgaben schliesst die Gemeinde Hüttwilen mit einem Überschuss ab. Nebst den Zahlen erfuhren die Stimmbürger an der Versammlung allerhand Neues aus dem Seebachtal.

Claudia Koch
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Deutliches Ja für die positive Jahresrechnung in Hüttwilen. (Bild: Claudia Koch)

Deutliches Ja für die positive Jahresrechnung in Hüttwilen. (Bild: Claudia Koch)

Die politische Gemeinde Hüttwilen kann auf ein positives Jahr zurückblicken. Statt eines budgetierten Verlusts von knapp 184'000 Franken schliesst die Jahresrechnung 2018 bei einem Gesamtaufwand von 6,1 Millionen Franken mit einem Überschuss von gut 167'000 Franken ab. «Grund für das erfreuliche Rechnungsergebnis sind höhere Steuereinnahmen sowie tiefere Sozialhilfekosten», sagte Gemeinderat Daniel Bauer.

Die Jahresrechnung 2018 sowie die Verbuchung des Ertragsüberschusses im Eigenkapital genehmigten die 73 Stimmberechtigten am Mittwochabend einstimmig. Interessantes gab es aus verschiedenen Ressorts zu erfahren. So wird laut Gemeinderat Bruno Kaufmann der geschlossene Polizeiposten auf Anfang des neuen Schuljahres für den Mittagstisch der Primarschule Hüttwilen ausgebaut. Zusätzlich finden die Spielgruppe Schnäggehüsli wie auch die Mütter- und Väterberatung dort Platz.

Gemeinderätin Evelyne Hagen warb für das Projekt «Mitfahrbänkli». Dazu werden in Hüttwilen und Nussbaumen sowie in Frauenfeld je eine Sitzbank aufgestellt. Mittels einer Tafel können Personen signalisieren, wohin sie mitgenommen werden möchten. Am Projekt der Regio Frauenfeld sind auch andere Gemeinden interessiert.

Unsicherheit betreffen 5G

In der Umfrage an der Hüttwiler Gemeindeversammlung war das 5G-Netz Thema. Dieses kommt vermutlich bei den umliegenden Weilern zum Einsatz, da das Glasfasernetz nur im Dorf verlegt wird. Gemeindepräsident Hanspeter Zehnder sagte: «Bei 5G gibt es viel Halbwissen, was die Strahlung anbelangt.» Er versicherte, dass es zu diesem Thema eine Infoveranstaltung geben werde. (clk)

Daniel Bauer orientierte über eine kantonal verordnete Renaturierung des Seebachs, für die man die Stiftung Seebachtal sowie die betroffenen Bauern einbeziehen will. «Bei einem überzeugenden Projekt übernimmt der Kanton 80 Prozent der Kosten», sagt Bauer.

Die Ortsplanung steht an

Gemeindepräsident Hanspeter Zehnder übergab das Wort für die Ortsplanungsrevision an den Raumplaner Hanspeter Woodtli der Firma Strittmatter Partner AG aus St. Gallen. Woodtli informierte über den kantonalen Richtplan, den es strikt einzuhalten gelte. Beim Entwicklungskonzept gibt es verschiedene Handlungsfelder in Hüttwilen.

So sollen etwa Plätze mit typischem Dorfcharakter aufgewertet werden. Anstelle der Schweineställe am Eingang des Dorfes sei eine qualitätsvolle Gestaltung vorgesehen. Ziel sei es, im Bestand zu bleiben. Zehnder kündigte einen separaten Anlass zur Raumplanung nach den Sommerferien an.

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