Ein Fest für die Frauenfelder Vereine

Im kommenden Jahr feiert die Stadt Frauenfeld das Mitsommerfest. Am Dienstag gewährte das OK erste Einblicke. In erster Linie sollen die Vereine zum Zug kommen und sich präsentieren.

Rahel Haag
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Vertreterinnen des jungen OKs: Sandra Hubli, Corina Haussener, Eliane Stucki, Bettina Kunz und Martina Dumelin. Stadtpräsident Anders Stokholm und seine Stellvertreterin Christa Thorner gehören dem Beirat an. (Bild: Andrea Stalder)

Vertreterinnen des jungen OKs: Sandra Hubli, Corina Haussener, Eliane Stucki, Bettina Kunz und Martina Dumelin. Stadtpräsident Anders Stokholm und seine Stellvertreterin Christa Thorner gehören dem Beirat an. (Bild: Andrea Stalder)

Acht bunte Tolggen, die ineinanderlaufen und ein wenig an eine Blume erinnern. In Tat und Wahrheit stellen sie die acht Quartiere der Stadt dar. Modern und frisch kommt das Logo für das Mitsommerfest daher. Passend zur Symbolik lautet das Motto «Frauenfeld feiert vereint». Enthüllt wurde das «Gesicht» im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag im Rathaus. Das letzte Stadtfest fand 2014, also vor vier Jahren, statt.

Name und Motto seien «nach ein paar Bier» entstanden, sagt OK-Mitglied Damiano Casella und schmunzelt. Er ist verantwortlich für die Gesamtgestaltung und einer von 16 jungen Köpfen, die das Fest vom kommenden Jahr ehrenamtlich organisieren. Den Vorsitz hat Bettina Kunz inne, die Stellvertretung übernimmt Rico Pengler.

Für einmal nicht die Gastgeberrolle übernehmen

Begleitet und unterstützt wird das OK durch einen Beirat, dem unter anderem auch Stadtpräsident Anders Stokholm und seine Stellvertreterin Christa Thorner angehören. «Wir wollten die Organisation des Festes aber bewusst in ganz neue Hände geben», sagt Stokholm. Und die Erwartungen seien «nicht tief», sagt Thorner. Vom 14. bis 16. Juni 2019 wird Frauenfeld für einmal nicht die Gastgeberrolle übernehmen. «Es soll ein Fest für die Einwohner sein, von und für die Vereine.» Dementsprechend gelten die Werte lokal, vielfältig, offen und erschwinglich.

Erschwinglich wird das Fest tatsächlich sein. «Der Eintritt ist gratis, und wir verkaufen auch keine Plakette oder Ähnliches», sagt Casella. Die Stadt stellt für das Mitsommerfest ein Budget von 100'000 Franken zur Verfügung. Die verschiedenen Vereine können sich mit eigenen Ständen und Darbietungen präsentieren. «Sie sollen ihre Leidenschaft präsentieren», sagt Geschäftsstellenleiterin Martina Dumelin. Je nach Standgrösse betragen die Gebühren zwischen 350 und 2000 Franken. Wie sie den Stand gestalten möchten, sei den Vereinen überlassen. Das Fest sei ausschliesslich für sie gedacht. «Kommerzielle werden ausgeschlossen.»

Das Festgelände erstreckt sich vom Holdertorkreisel bis zum Regierungsgebäude, soll aber auch hinter der Bibliothek und im botanischen Garten stattfinden. Das Herzstück bildet die Promenade, auf der eine lange Tafel geplant ist. «Dort können die Besucher essen und sich austauschen», sagt Dumelin. An den Essensständen werde es demzufolge keine Sitzplätze geben. Auch sie sollen von den Vereinen betrieben werden. In diesem Zusammenhang solle das lokale Gewerbe mit einbezogen werden. Sie hoffe auf ein breites Angebot und nicht nur auf Bratwürste, sagt sie und schmunzelt.

«Vom Kleinkind bis zum Rentner»

Das Miteinander solle an diesem Wochenende klar im Zentrum stehen. «Dafür steht die Silbe ‹mit› in unserem Namen», sagt Martina Dumelin. Das Rahmenprogramm solle für alle Generationen etwas bieten. «Mit Aktivitäten für Gross und Klein – vom Kleinkind bis zum Rentner.»

Verein können sich bis Ende Oktober voranmelden

Die über 250 Frauenfelder Vereine wurden bereits Anfang September im Rahmen eines Informationsabends orientiert. «Über hundert Vertreter haben teilgenommen», sagt Geschäftsstellenleiterin Martina Dumelin. Sie sei beeindruckt gewesen von der Vielfalt. Als Beispiele nennt sie den Club der kochenden Männer und die Bibliothek der Kulturen. Noch bis am 31. Oktober können sich die Vereine für das Mitsommerfest voranmelden. Denkbar sei auch, dass sich mehrere Vereine zusammenschliessen, sagt Dumelin. «Dadurch könnte etwas Spannendes entstehen», ist sie überzeugt. Im März 2019 ist ein weiterer Infoabend geplant. (rha) 

Frauenfeld feiert hundert Jahre Stadtvereinigung mit einem Fest

Der Name und das Programm des Stadtfests im nächsten Jahr kommen erst diesen Herbst heraus. Das junge OK hat sich aber bereits gefunden und arbeitet nun mit Hochdruck an der Veranstaltung, die vom 14. bis 16. Juni 2019 über die Bühne geht.
Mathias Frei