Mit zwei Monaten Verspätung: Die Thurgauer NLA-Faustballer spielen ab Samstag um den Meistertitel

Wigoltingen, Rickenbach-Wilen und Hallenmeister Elgg-Ettenhausen hegen in der Feldsaison 2020 ähnliche Ambitionen. Alle drei Teams haben gute Argumente, um am Finalevent im September in Widnau dabei zu sein. Die grosse Frage ist: Wie wirkt sich der coronabedingt abgeänderte Modus auf die höchste Schweizer Faustballliga aus?

Fabio Baranzini/Herbert Brägger
Drucken
Teilen
Nationalspieler Ueli Rebsamen steht Faustball Wigoltingen noch immer nicht zur Verfügung.

Nationalspieler Ueli Rebsamen steht Faustball Wigoltingen noch immer nicht zur Verfügung.

Fabio Baranzini

Als eine der ersten Ligen im Breitensport startet am Samstag die Faustball-Nationalliga in die erste Saison nach den coronabedingten Einschränkungen. Mit fast zwei Monaten Verspätung wird in Wigoltingen, Neuendorf und Widnau die NLA der Männer lanciert. In einer einfachen, statt wie üblich einer doppelten Qualifikationsrunde werden die Teilnehmer des Finalevents ermittelt. Diese für einmal sechs Equipen spielen Anfang September in Widnau um den Schweizer-Meister-Titel.

Trotz des angepassten Modus ändert sich kaum etwas an der Ausgangslage. Eine Umfrage bei den NLA-Teams hat ergeben, dass Diepoldsau und Widnau die heissesten Titelkandidaten sind. Allerdings sind die Einschätzungen mit Vorsicht zu geniessen. Denn vor dem Saisonstart gibt es noch einige Fragezeichen. Da wegen des Coronavirus alle Vorbereitungsturniere ausfielen, ist es nicht möglich, den Formstand der Equipen einzuschätzen. Genauso ist noch nicht bei allen Teams klar, mit welchen Spielern sie auflaufen.

Ein Rücktritt bei Rickenbach-Wilen

Im NLA-Team von Rickenbach-Wilen ändert sich gegenüber dem Vorjahr und der Hallensaison wenig. Infolge Rücktritts ist Kevin Müller nicht mehr mit dabei. Den beiden Trainern Simon Forrer und Jürg Sprenger stehen als Stammspieler die Angreifer Philipp Jung, Daniel Baumgartner und Simon Stäbler zur Verfügung. Die Defensivabteilung besteht aus Silvan Jung, Pascal Holenstein, Walter Gantenbein und Yannic Wild.

Rickenbach-Wilen liebäugelt wie Jona und Widnau mit einem Platz am Finalevent. Die drei Teams messen sich am Samstag ab 17 Uhr in Widnau. Bereits zwei Stunden früher laufen die restlichen Teams in Wigoltingen und Neuenhof auf. Spannend wird die Affiche vor allem in Neuendorf. Dort messen sich die Gastgeber, die im vergangenen Jahr mit der Bronzemedaille überzeugten, mit Titelverteidiger Diepoldsau und dem Hallenmeister Elgg-Ettenhausen. Die zürcherisch-thurgauische Spielgemeinschaft Elgg-Ettenhausen will mit dem neu gewonnenen Selbstvertrauen auch auf dem Feld wieder stärker aufspielen.

Wigoltingen noch immer ohne Ueli Rebsamen

In Wigoltingen kommt es zum Aufeinandertreffen der Gastgeber, die einige Wechsel im Kader zu verzeichnen haben. So spielt der frühere Nationalspieler David Berger neu in der zweiten Mannschaft und Hauptangreifer Ueli Rebsamen fällt weiterhin verletzt aus. Die beiden werden ersetzt durch Lukas Berger und Res Rebsamen. Entsprechend schwierig ist einzuschätzen, wie stark Wigoltingen in dieser Saison sein wird. Ganz vorne werden die Thurgauer jedoch kaum mitspielen. Auch Walzenhausen wird von vielen eher in der zweiten Tabellenhälfte eingeordnet. Die Appenzeller selber sind jedoch zuversichtlich. Sie geben die Teilnahme am Finalevent als Ziel an. Das gilt auch für die Mannschaft aus Oberentfelden. Die Aargauer, die in der Halle NLA-Zweite wurden, wollen beim Saisonhighlight in Widnau dabei sein.

Die erste Runde

NLA
Samstag ab 15 Uhr in Wigoltingen: Wigoltingen – Walzenhausen. Walzenhausen – Oberentfelden. Wigoltingen – Oberentfelden.
Ab 15 Uhr in Neuendorf: Neuendorf – Diepoldsau. Diepoldsau – Elgg-Ettenhausen. Neuendorf – Elgg-Ettenhausen.
Ab 17 Uhr in Widnau: Widnau – Rickenbach-Wilen. Rickenbach-Wilen – Jona. Widnau – Jona.

NLB Ostgruppe
Samstag ab 10.30 Uhr in Wigoltingen: Wigoltingen II – Schlieren. Schlieren – Jona II. Wigoltingen II – Jona II.
Ab 13 Uhr in Widnau: Widnau II – Diepoldsau II. Diepoldsau II – Affeltrangen. Widnau II – Affeltrangen.