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Mit Tempo 60 durchs Kurzdorf: Die Tour de Suisse kommt 2020 wieder nach Frauenfeld

Die Tour de Suisse 2020 startet am 7. Juni mit einem Zeitfahren in Frauenfeld. Am Vortag gibt’s ein grosses Velofest.
Stefan Hilzinger
Ausgelassene Stimmung am Streckenrand bei der Durchfahrt in Herdern.Bild: Andrea Stalder (10. Juni 2018)

Ausgelassene Stimmung am Streckenrand bei der Durchfahrt in Herdern.Bild: Andrea Stalder (10. Juni 2018)

«Generell 50» und «Tempo 30» gelten für einmal nicht am Sonntag, 7. Juni 2020 – allerdings einzig für Radsportler. Denn mit gegen 60 Kilometern pro Stunde flitzen die Profis im Einzelzeitfahren um die Häuser. Für die elf Kilometer der ersten Etappe zum Auftakt der Tour de Suisse 2020 nächstes Jahr in Frauenfeld benötigen die Besten bloss gut zehn Minuten.

Am Donnerstag stellten der lokale Trägerverein und der Tour-Organisator das Programm zum Auftakt der Rundfahrt vor. Grösster Unterschied zur Premiere vor zwei Jahren: Es findet nur noch eine Etappe in Frauenfeld statt. «Die 84. Tour dauert neun Tage mit acht Etappen, eine Etappe weniger als bisher», sagt der sportliche Leiter der Radsportveranstaltung, David Loosli von «Cycling Unlimited». Die Aktiengesellschaft aus Grenchen ist seit vergangenem Jahr für Organisation und Vermarktung des Rennens verantwortlich.

OK-Präsident Anders Stokholm (vorne rechts) und David Loosli (vorne links), sportlicher Leiter der Tour de Suisse, testen mit OK-Mitgliedern die Zielgerade vor der Frauenfelder Pferderennbahn. (Bild: Stefan Hilzinger)

OK-Präsident Anders Stokholm (vorne rechts) und David Loosli (vorne links), sportlicher Leiter der Tour de Suisse, testen mit OK-Mitgliedern die Zielgerade vor der Frauenfelder Pferderennbahn. (Bild: Stefan Hilzinger)

Spektakel im Start- und Zielgelände

Trotz verkürzter Dauer: An einem zünftigen Volksfest zum Auftakt des Grossanlasses in Frauenfeld soll es nicht fehlen. Das stellen sowohl das Frauenfelder OK unter dem Präsidium von Anders Stokholm als auch der Veranstalter in Aussicht. Der Samstag ist zwar kein Renntag mehr, aber dafür gibt es im Star- und Zielgelände auf der Grossen Allmend allerhand Spektakel rund ums Velo für Gross und Klein. Side-Events nennt sich das in der Marketingsprache. Einer der Höhepunkte am Samstag dürfte die Vorstellung der teilnehmenden Teams sein. «Wir planen hier etwas Einmaliges, das die Radsportwelt noch nicht gesehen hat», sagt Loosli.

Weil die Tour de Suisse wenige Woche vor der Tour de France stattfindet, wird sie von vielen Teams auch als willkommene Vorbereitung auf das Non-Plus-Ultra des Radrennsportes gesehen. Dass die Tour de Suisse kürzer ist als in den Vorjahren, sieht Loosli in diesem Zusammenhang eher als einen Vorteil. Die Organisatoren erwarten bis zu 23 Teams mit total gegen 150 Fahrer. Unter ihnen als ein möglicher Favorit wird auch der Thurgauer Stefan Küng sein, der seit kurzem in Frauenfeld wohnt, wie an der Medienorientierung zu erfahren war. Als eines der Teams wird zudem die Schweizer Radnationalmannschaft am Start sein.

Kaum Steigungen, aber giftige Kurven

Am Sonntagnachmittag haben Küng und seine Kollegen dann erste Gelegenheit Zeitvorsprünge herauszupedalen: Es steht ein elf Kilometer langes Einzelzeitfahren an. Nach dem Start an der Nordwestecke der Grossen Allmend führt die Strecke via Galgenholz durchs Kurz- und Langdorf bis zum Wendepunkt am Dorfrand von Felben und von da zurück zum Ziel vor der Pferderennbahn. Die Strecke hat kaum nennenswerte Steigen, dafür aber die eine oder andere giftige Kurve, wie Streckenchef Urban Kaiser sagte. Die Fahrer starten im Minutentakt. Vom Start bis zur letzten Zielankunft vergehen rund drei Stunden.

Anders als vor zwei Jahren macht die Tour keinen Ausflug aufs Land. «Es war unser Ziel, die Tour nährer an die Stadt zu bringen», sagt OK-Präsident Stokholm. Die vorgesehene Strecke ermögliche dies nun. Wie vor zwei Jahren wird das Fernsehen vom Anlass berichten. Stokholm sagt:

«2018 zeigten die TV-Bilder einen schönen Thurgau. Nächstes Jahr sind es Bilder der Hauptstadt.»

Dass mit der neuen Strecke und der Reduktion auf ein Rennen weniger Strassen für weniger lang gesperrt werden müssen, sei von Vorteil. In den betroffenen Quartieren werde es dennoch zeitweise Einschränkungen geben. Zu Fuss seien die Liegenschaften aber immer erreichbar.

Das OK rechnet mit einem Budget von rund 150000 Franken. Noch ist nicht alles sichergestellt. «Unser Verein ist auf Partner und Sponsoren angewiesen», sagt Stokholm. Weil das Zeitfahren auch durch Gewerbe- und Industriegebiete führt, hofft das Ok hier auf spezifische Resonanz.

Nach Frauenfeld ins Schaffhausische

Noch sind nicht alle Details der acht Etappen der kommenden Tour de Suisse bekannt. Klar ist laut dem sportlichen Leiter David Loosli, dass es zwei Zeitfahren und drei Bergetappen geben wird. Nach dem Auftakt in Frauenfeld verschiebt sich der Tross in den Kanton Schaffhausen, wo am Montag die zweite Etappe beginnt, die nach Lachen SZ führt. Weitere Stationen der Tour sind dann die Westschweiz und das Wallis, von woher die Radsportler über die Pässe ins Urnerland und den Kanton Graubünden weiterziehen. Grosses Finale ist am 14. Juni mit einem Alpencircuit mit Start und Ziel in Andermatt. Die definitive Strecke wollen die Tour-Organisatoren Ende Februar/Anfang März nächsten Jahres bekannt geben. (hil)

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