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Frauenfelder Gemeinderatspräsidentin blickt auf ihr Amtsjahr zurück

Obwohl ihre Liebsten und einige Hobbys zurückstehen mussten, blickt Susanna Dreyer positiv auf ihr Jahr als höchste Frauenfelderin zurück. Jetzt freut sie sich auf wieder mehr Freizeit. Und sie hat noch viele Pläne.
Samuel Koch
Susanna Dreyer zu Hause in ihrer Küche, in welcher sie in Zukunft wieder häufiger zu Gemüse und Kochlöffel greift. (Bild: Donato Caspari)

Susanna Dreyer zu Hause in ihrer Küche, in welcher sie in Zukunft wieder häufiger zu Gemüse und Kochlöffel greift. (Bild: Donato Caspari)

Es brauche Zeit, bis man drin ist. Das sagt die abtretende Gemeinderatspräsidentin Susanna Dreyer. Damit meint die 65-jährige Pensionierte aber nicht die Arbeit als Gemeinderatspräsidentin, sondern als gewöhnliches Ratsmitglied. Bei der Sitzung morgen Mittwochabend wird sie nach der Wahl ihrer Nachfolgerin wieder ihren angestammten Platz neben ihren CVP-Kollegen einnehmen. Wer jetzt glaubt, dass das Präsidialjahr als Krönung in ihre politische Karriere eingeht, und sie im nächsten Jahr nach der zweiten Legislatur aufhört, irrt. «Ich habe Spass an Politik und kandidiere für eine nächste Legislatur», sagt Dreyer am Esstisch in ihrem Eigenheim.

Und gerade das Präsidialjahr zeichnet für diesen Entscheid und den anhaltenden Elan verantwortlich. «Ich habe die Stadt, aber auch viele Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft viel besser kennen gelernt», sagt sie.

Froh über Rückendeckung in der Familie

Trotz weiteren politischen Engagements für die Stadt freut sich Dreyer auch auf die wiedergewonnene Freizeit. Während des vergangenen Jahres hätten ihr Mann Marcel oder ihr Sohn Sebastian vermehrt in der Küche gestanden. «Es ist ja nicht so, dass es deshalb einfacheres Essen gegeben hätte», sagt Dreyer als ambitionierte Hobby-Köchin und schmunzelt. Sie freue sich, in Zukunft auch wieder selber zu Schwingbesen und Kochlöffel zu greifen. «Am liebsten probiere ich immer wieder neue Rezepte aus», sagt sie. Zudem sei sie zuletzt weniger zum Lesen gekommen. «Und der Garten hat auch etwas gelitten.» Für Dreyer steht aber ohnehin die Familie an oberster Stelle. «Ohne ihre grosse Rückendeckung hätte ich das Amt nie in Angriff genommen.» Dass der Mensch für Dreyer überhaupt am wichtigsten ist, zeigt, dass sie vor jeder ihrer elf geleiteten Gemeinderatssitzungen denjenigen Ratsmitgliedern gratulierte, die kürzlich ihren Geburtstag feierten. «Das kommt wohl von meiner Zeit als Personalfachfrau», sagt sie. Sonst erinnert sie sich grosso modo an Sitzungen «auf gutem Niveau mit konstruktiven Gesprächen». Nur einmal habe sie so richtig eingreifen müssen. «Weil es Voten gab, die für mich unter der Gürtellinie waren.» Sie könne aber wie erwartet allen 40 Ratsmitgliedern weiterhin problemlos und auf kollegialer Ebene in die Augen schauen.

Im Sprint zum Amt war nicht nur ein Segen

Bedauern äussert sie einzig bei der kurzen Vorbereitungszeit auf ihre Amtszeit. Schon nach etwas mehr als zwei Monaten rückte sie via Vizepräsidium ins Präsidium nach. Einerseits hätte sie sich mehr Zeit gewünscht, ihrer Vorgängerin über die Schultern zu sehen. Andererseits sei sie vielerorts als Ersatzpräsidentin, also quasi als Lückenbüsserin empfangen und begrüsst worden. «Viele haben das sicher nicht so gemeint», relativiert Dreyer ohne Groll. Die vielen Anlässe während ihrer Amtszeit haben ihr aber gezeigt, wie viele Vereine mit unzähligen freiwilligen Helfern es in Frauenfeld gibt. «Darauf bin ich sehr stolz.» Eine bestimmte Einladung oder Begegnungen mit einer einzelnen Person will Dreyer nicht herausstreichen. «Jede Einladung war eine Ehre für mich, alle Leute waren wichtig.»

Dass ihr ab morgen Mittwoch mit Barbara Dätwyler (SP) eine weitere Frau auf den Thron als höchste Frauenfelderin folgt, freut Dreyer. Für sie sei es jetzt wieder an der Zeit, «einfach zu politisieren». Dort steht die Zukunft der Stadtkaserne und der Vorstadt zuoberst auf ihrer Agenda. «Es muss das Ziel sein, beides zu beleben, aber nicht als Parallelwelten», meint Dreyer. Auch die Verkehrssituation in unserer Stadt liegt ihr am Herzen.

Privat geniesst sie jetzt zuerst wieder mehr Freiheiten. An Plänen mangelt es Dreyer nicht. «Ich lerne derzeit eine neue Sportart, und den schon seit längerem aufgesparten Wunsch eines Sprachaufenthaltes in England oder Italien möchte ich mir bald erfüllen.»

Hinweis

An der Gemeinderatssitzung von morgen Mittwoch, 30. Mai, wählt das Stadtparlament SP-Gemeinderätin Barbara Dätwyler zur neuen höchsten Frauenfelderin.

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