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Mit Klicks und ohne Münz die Frauenfelder Parkgebühren bezahlen

Ab sofort können Autofahrer in Frauenfeld ihre Gebühren für Parkplätze bargeldlos über die Twint-App begleichen. Für die Stadt steigen damit die Einnahmen, und für die Kunden wird’s einfacher.
Samuel Koch
Neu lassen sich die Kosten fürs Parkieren etwa auf dem Marktplatz auch per Twint bezahlen: Markus Rahm, Digitalparking AG, Werner Spiri, Leiter Amt für Sicherheit, und Adrian Plattner, Twint AG. (Bild: Samuel Koch)

Neu lassen sich die Kosten fürs Parkieren etwa auf dem Marktplatz auch per Twint bezahlen: Markus Rahm, Digitalparking AG, Werner Spiri, Leiter Amt für Sicherheit, und Adrian Plattner, Twint AG. (Bild: Samuel Koch)

Zack-zack: App auf dem Handy öffnen, QR-Code vom Kleber an der Parkuhr fotografieren, Zeit eingeben und bezahlen. So kann an den rund 60 Frauenfelder Parkuhren wie etwa auf dem Mätteli oder auf dem Marktplatz neuerdings die Parkgebühr entrichtet werden, sofern das Autokennzeichen hinterlegt ist. Was seit 2011 bereits per sogenanntem Parking-Pay möglich ist, geht ab sofort auch über das System für bargeldlosen Zahlungsverkehr namens Twint.

Rund ein Viertel des Umsatzes erfolgt bargeldlos

Für die Stadt kommt das einem nächsten Schritt in Richtung Digitalisierung gleich, wie Werner Spiri, Leiter Amt für Sicherheit, am Montag die Medien orientierte.

«Es ist der richtige Weg, weil der Umsatzanteil der bargeldlosen Bezahlung stetig steigt»

sagt Werner Spiri. 2018 floss knapp ein Viertel der jährlichen Einnahmen über die Parkuhren in Höhe von rund einer Million Franken auf digitalem Weg in die Stadtkasse. «Mit Twint wird das jetzt noch einfacher», meint er, denn im Gegensatz zu Parking-Pay benötigen die Kunden nun kein Konto und keine Vignette mehr, sondern nur noch ein Smartphone mit passender App. Auch brauchen sie kein Münz mehr, mit welchem sie oft zu viel bezahlten – «oder zu wenig», meint Spiri und schmunzelt.

Rund eine Million Schweizer Nutzer

Twint ist ein Zahlungssystem der Firma Twint AG mit Sitz in Zürich, mit welchem über eine Smartphone-Applikation bargeldlos Transaktionen abgewickelt werden können. Träger von Twint sind die sechs Banken UBS, Raiffeisen, Post-Finance, Zürcher Kantonalbank, Credit Suisse, Banque Cantonale Vaudoise sowie der Finanzdienstleister Six. Laut Adrian Plattner, Chief Sales Officer von Twint, nutzt mittlerweile rund eine Million Schweizer die Twint-App, die es seit Herbst 2015 gibt. Für Kunden der Thurgauer Kantonalbank gibt es die Möglichkeit, Twint mit Prepaid – also mit Vorauszahlung – zu nutzen. «Sie laden Geld auf ein Konto und können so bequem an der nächsten Parkuhr ihre Gebühren begleichen», sagt Plattner. Schweizweit gibt es rund 75'000 Verkaufspunkte, an welchen mit Twint bezahlt werden kann, so etwa an Kassen bei Coop und Migros. Laut Plattner stellten bald auch die SBB auf Twint um. Zudem kann mit Twint Geld versendet und angefordert werden. (sko)

Wer seinen Parkplatz über Twint bezahlt und wider Erwarten schon früher wieder in sein Auto steigt, bekommt den Differenzbetrag zurück, sagt Adrian Plattner von der Twint AG. Als dritte Schweizer Stadt hinter St. Gallen und Rapperswil bietet Twint dieses Angebot nun in Frauenfeld an, weitere Städte sollen bald folgen.

Über den QR-Code erfolgt die Bezahlung per Smartphone-App. (Bild: PD)

Über den QR-Code erfolgt die Bezahlung per Smartphone-App. (Bild: PD)

Münzschlitze werden nicht verschwinden

Ausser der gewöhnlichen Parkgebühr zahlt der Autofahrer nicht mehr. «Es hat sich gezeigt, dass er für bargeldlose Geschäfte nichts zahlen will», sagt Markus Rahm von der Digitalparking AG, die Parking-Pay betreibt und mit welcher die Stadt seit 2011 in einem Vertragsverhältnis steht. Letztere bezahlt für die bargeldlosen Bezahlsysteme pro eingenommenem Franken 4,5 Rappen. «Dafür gibt es aber auch Vorteile», meint Spiri.

Die Stadt müsse sich um nichts kümmern sowie weniger oft die Kassen leeren und könne vielleicht bald auf einzelne Parkuhren verzichten, womit tiefere Kosten fürs Kontrollpersonal resultierten.

Ganz verschwinden werden die Münzschlitze an den Parkuhren allerdings nicht, wie Rahm betont. «Es kann aber sein, dass derjenige, der seinen Parkplatz weiterhin mit Münz bezahlen will, etwas weiter bis zur nächsten Parkuhr zurücklegen muss.»

Weitere Infos unter: www.twint.ch

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