Der Weihnachtsmarkt in Frauenfeld trumpft mit  Kamelkarawane und Pepe Lienhard auf

Der Frauenfelder Weihnachtsmarkt vom 20. bis 22. Dezember wartet zwar mit einigen Neuerungen auf, vieles aber bleibt bewährt.

Stefan Hilzinger
Hören
Drucken
Teilen
Mitglieder des Organisationskomitees des Frauenfelder Weihnachtsmarktes mit Präsident Simon Biegger (3.v.r.) freuen sich auf das letzte Adventswochenende.

Mitglieder des Organisationskomitees des Frauenfelder Weihnachtsmarktes mit Präsident Simon Biegger (3.v.r.) freuen sich auf das letzte Adventswochenende. 

(Bild: Stefan Hilzinger)

Wann genau nun Christi Geburt gewesen ist, wissen wir nicht so genau. Vor 2019 Jahren sagt die christliche Zeitrechnung. Wann genau der erste Frauenfelder Weihnachtsmarkt stattgefunden hat, ist indes klar: 1994. Zeitungsartikel von damals belegen einen ersten vorweihnachtlichen Markt. Er hiess vorerst Handwerkermarkt. «Heuer nun ist es der insgesamt 26. Markt», sagt Simon Biegger, OK-Präsident des Weihnachtsmarkts, am Dienstag vor den Medien.

Weihnachten und den Markt will das OK nicht neu erfinden. Denn vieles aus den vergangenen Jahren habe sich bewährt. Etwa der Einzug der Kamelkarawane zum Aufakt des Marktes am Freitag, 20. Dezember. Punkt 14 Uhr startet die Karawane mit den Heiligen Drei Königen beim Soldatendenkmal und zieht von dort Richtung Altstadt. Biegger:

«Der Einzug ist ein richtiges Publikumsmagnet.»

Daher wird das Spektakel am Samstag wiederholt, mit Start um 11 Uhr beim Soldatendenkmal, dann aber ohne Fototermin im «Suure Winkel». Dort, vor dem reformierten Kirchgemeindehaus, findet am Freitag um 17Uhr auch die offizielle Eröffnung des Marktes statt.

Die Jungschar  betreibt einen Streichelzoo

Als Ehrengast darf das OK heuer Bandleader Pepe Lienhard begrüssen. «Ich traf ihn vergangenes Jahr am Markt und kam mit ihm ins Gespräch», berichtet Biegger. Das eine habe das andere ergeben, und schliesslich habe Lienhard sich den Termin vorgemerkt. Nun spricht er nebst Stadtpräsident Anders Stokholm an der Eröffnung.

Neu ist in diesem Jahr auch der Streichelzoo organisiert. Die vergangenen zehn Jahre habe jeweils der Plättli-Zoo die Ecke mit den Tieren eingerichtet. Zoo-Chef Walter Mauerhofer habe erklärt, dass er kürzer treten wolle. Daher habe das OK nach einer anderen Lösung gesucht. Jetzt sorgt die Jungschar der Frauenfelder Chrischona-Gemeinde für den Streichelzoo.

Wer den Markt vom Schloss her betritt, schreitet heuer durch ein neues Portal. Der Werkhof Frauenfeld hat die orientalische Stadtsilhouette, die während zweier Jahre an der Wand der Credit Suisse stand, zu einem Stadttor umgebaut, das nun den Beginn des Marktareals markiert.

Hunderte Lichter gegen Armut in der Schweiz

Fester Bestandteil des Weihnachtsmarkts ist seit mittlerweile acht Jahren die Aktion «Eine Million Sterne» von Caritas Schweiz – in Frauenfeld in der Obhut der Pfarrei St.Anna. Am Samstag, ab 15 Uhr, stehen Firmlinge bei der katholischen Stadtkirche St.Nikolaus bereit, um gemeinsam mit dem Publikum die mehreren hundert sternenförmigen Kerzen zu entflammen. Wer will, spendete zu Gunsten von armen Menschen in der Schweiz einen Beitrag.

Ansonsten wartet der Markt erneut mit 170 Ständen und viel Unterhaltung auf. Von den Ausstellern seien 90 Prozent Stammgäste. «Es gibt eine Warteliste», sagt Biegger. Auch verschiedene Frauenfelder Geschäfte sind im Rahmen des Weihnachtsmarkts aktiv. Sie haben an den drei Tagen die gleichen Öffnungszeiten wie der Markt – auch am Sonntag.

Weitere Informationen:
www.weihnachtsmarkt-frauenfeld.ch und advent-frauenfeld.ch

FRAUENFELD: Kamele verbreiten Weihnachtszauber

Traditionell hat die Kamelkarawane mit den Heiligen Drei Königen den 19. Frauenfelder Weihnachtsmarkt eröffnet. Bis am Sonntagabend bietet der grösste Weihnachtsmarkt der Ostschweiz Attraktionen und verwandelt das Zentrum in eine romantische Weihnachtsstadt.
Samuel Koch