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Politisch Neunforn geht mit Höchstgewicht gegen den Mehrverkehr auf der Waltalingerstrasse vor

Eine Beschränkung auf 7,5 Tonnen: Das schlägt der Neunforner Gemeinderat vor, um die Situation auf der Waltalingerstrasse zu entschärfen. Jetzt liegt der Fall beim Kanton, wie am Freitag an der Rechnungsgemeinde bekanntwurde.
Mathias Frei
Gemeindepräsident Benjamin Gentsch an der Rechnungsgemeinde von Freitagabend. (Bild: Mathias Frei)

Gemeindepräsident Benjamin Gentsch an der Rechnungsgemeinde von Freitagabend. (Bild: Mathias Frei)

Der Gemeinderat macht Nägel mit Köpfen. Eine Gewichtsbeschränkung für die Waltalinger­strasse ist bereits in Vorprüfung beim Kanton, ein Konzept für Tempo 40 auf derselben Strasse und flächendeckend auf Quartierstrassen eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h ist in Arbeit. Darüber informierte Gemeindepräsident Benjamin Gentsch am Freitagabend an der Gemeindeversammlung.

Der Verkehr in Neunforn bewegt – nicht erst seit Januar 2018, als 77 Oberneunforner eine Petition an die Behörde überreicht hatten. Ihr damaliges Anliegen: mehr Verkehrssicherheit und Verkehrsberuhigung auf verschiedenen Strassen. An der Budgetgemeinde Anfang Jahr hatte der Gemeinderat erste Resultate für Mitte Jahr angekündigt.

Zubringerdienst für Neunforner Landwirte

«Die Waltalingerstrasse ist der Knackpunkt», erklärte Gentsch. Man habe auch ein LKW-Verbot diskutiert, habe sich aber schliesslich für eine Gewichtsbeschränkung von 7,5 Tonnen entschieden. Für ortsansässige Landwirte gelte aber natürlich «Zubringerdienst gestattet». Wie Gemeindepräsident Gentsch den Anwesenden erläuterte, war eine Gewichtsbeschränkung auch für die Strasse zwischen Etzwilen und Rheinklingen ein Thema gewesen.

«Dort wurde diese Massnahme vom Kanton bewilligt und mittlerweile problemlos umgesetzt.»

Die Waltalingerstrasse stand an der Gemeindeversammlung noch ein zweites Mal im Zentrum des Interesses. Wie Gentsch erklärte, sei eine Sanierung nötig. Da noch nicht klar ist, welche baulichen Auswirkungen die Verkehrsberuhigung innerorts hat, soll deshalb zuerst der Ausserorts-Abschnitt der Waltalinger­strasse saniert werden – und zwar nach den Sommerferien. Die Versammlung genehmigte den Kredit über 267'000 Franken ohne Gegenstimme.

301'000 Franken Gewinn statt 23'000 Franken Minus

Neunforn hält auch am traditionell positiven Rechnungsabschluss fest. Bei einem Ertrag von 3,691 Millionen resultiert ein Gewinn von 301'000 Franken. Budgetiert war bei einem Ertrag von 3,237 Millionen ein Minus von 23'000 Franken. Gemeindepräsident Gentsch begründete die um 324'000 Franken bessere Rechnung einerseits mit höheren Steuereinnahmen. Andererseits habe man eine hohe Rückerstattung für Leistungen der Sozialhilfe erhalten.

«Damit kann man aber nicht rechnen.»

Dank den guten Steuerzahlern gehe es der Gemeinde Neunforn gut, stellte Gentsch erfreut fest.

Über hundert Einsprachen gegen Handyantenne

Der Mobilfunkanbieter Salt plant, eine Handyantenne in Niederneunforn zu erstellen. Mittlerweile hat Salt auch einen Standort gefunden, der seitens Eigentümer möglich wäre: bei der Firma Schneeberger am östlichen Dorfrand. Während der öffentlichen Auflage gingen über hundert Einsprachen gegen das Ansinnen von Salt ein. Aktuell sei die Stellungnahme des Kantons noch pendent. Sobald diese vorhanden ist, könne der Gemeinderat darüber befinden, erklärte Gemeindepräsident Benjamin Gentsch. Und er erwähnte, dass man sich in dieser Sache juristisch beraten lasse, um keine Fehler zu machen.

Ebenfalls am Freitagabend an der Gemeindeversammlung fand die Wahl der neuen Rechnungsprüfungskommission für die Legislatur 2019 bis 2023 statt. Ihren Rücktritt hatten Helen Hartmann, Liliane Andres und Daniel Frei Rufli bekanntgegeben. Für sie wählte die Versammlung Daria Grunder, Nicole Hutter und Gabriella Rutschmann ins Gremium. Claude Besançon und Christian Egli stellten sich als Bisherige zur Wiederwahl und schafften diese ohne Gegenstimme. (ma)

Die Versammlung bewilligte die Rechnung und die Gewinnverwendung ohne Gegenstimme. Vom Gewinn von 301'000 Franken gehen 200'000 Franken in eine Vorfinanzierung für den geplanten Parkplatzbau an der Verzweigung Ossingerstrasse/Hauptstrasse. Mit 50'000 Franken wird das für den Parkplatz gekaufte Land zusätzlich abgeschrieben. Der Rest geht in den Bilanzüberschuss, der per Ende 2018 auf 1,769 Millionen Franken gestiegen ist.

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