Interview

«Mit guter Kameradschaft kann es funktionieren»: Kathrin Mancuso setzt im Rennen um Stadtratssitz in Steckborn auf Harmonie

Die 44-jährige Intensivpflegefachfrau und Mutter Kathrin Mancuso steigt als eine von vier parteilosen Kandidierenden ins Rennen um den vakanten Sitz im Steckborner Stadtrat. Dort will sie ihre Stärken einbringen.

Samuel Koch
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Kathrin Mancuso an ihrem Lieblingsort im Städtli: Dem Steg beim Strandbad.

Kathrin Mancuso an ihrem Lieblingsort im Städtli: Dem Steg beim Strandbad.

Bild: Donato Caspari

Sie haben eine militärische Vergangenheit.

Kathrin Mancuso: Ja, ich habe mich damals als Pflegefachfrau für einen Auslandeinsatz der Swisscoy im Kosovo gemeldet.

Von dieser tollen und wertvollen Erfahrung nach einer mehrwöchigen Grundausbildung kann ich heute noch profitieren.

Inwiefern?

Ich habe viel vom Land erfahren. Zudem habe ich gesehen, was man gemeinsam alles erreichen kann.

Diesen Grundsatz wollen Sie im Stadtrat einbringen?

Genau, vor allem nach all dem, was in den vergangenen Wochen und Monaten schiefgelaufen ist. Ich will mich im Stadtrat aktiv einbringen und verhindern, dass unnötig viel Energie für die Aufarbeitung von persönlichen Differenzen verbraucht wird.

Glauben Sie, dass Sie als Frau dabei einen Vorteil haben könnten?

Vielleicht nehmen die Wählerinnen und Wähler schon wahr, dass eine weitere Frau im sonst von Männern dominierten Stadtrat andere Aspekte einbringen kann.

Sie sind ja quasi mit Politik am Esstisch aufgewachsen.

Allerdings. Mein Vater war während 25 Jahren Stadtschreiber von Dietikon, wo ich aufgewachsen bin. Dabei habe ich mitbekommen, was mit einer guten Harmonie innerhalb der Behörde möglich ist. Ich weiss, dass es mit guter Kameradschaft funktionieren kann.

Ich bin politisch interessiert und will mich aktiv mit meinen Stärken im Stadtrat engagieren.

Welche sind das?

Ich bin offen, kommunikativ und bringe mich gerne ein.

Warum sollen die Wählerinnen und Wähler genau Ihnen die Stimme geben?

Ich will im Stadtrat den Teamgedanken fördern, damit wir alle im Interesse der Bevölkerung wieder an einem Strick ziehen und an den politischen Themen vorwärtsarbeiten.

Für die Umsetzung welcher sachpolitischen Themen wollen Sie sich einsetzen?

Da gibt es so einiges. In der Ortsplanung soll es weitergehen. Zudem sehe ich den Bedarf für einen neuen Sportplatz. Und auch die unendliche Geschichte der Scheitingerwiese soll irgendwann zu einem Ende kommen.

Fussball ist ein gutes Stichwort: Sie haben als Frau von Präsident Marco Mancuso mit Sandra Marolf, die ebenso im Vorstand ist, gar Konkurrenz innerhalb des FC?

Das ist reiner Zufall. Zudem kenne ich Sandra Marolf nur flüchtig.

Den anderen Kandidaturen widmet sich dieses Medium zu einem anderen Zeitpunkt in loser Reihenfolge.

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