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Kommentar

Mit frischem Wind und ohne Blockaden in die Zukunft

Der Frauenfelder Stadtrat hat seine Legislaturschwerpunkte 2019 bis 2023 vorgestellt. Mit den erstmals departementsübergreifend definierten Zielen bietet der Stadtrat zusätzliche Angriffsfläche. Zudem hat der Stadtrat in Zukunft vielerlei Drahtseilakte zu meistern.
Samuel Koch
Der Frauenfelder Stadtrat vor dem Schloss und dem Rathaus: Andreas Elliker, Stadtpräsident Anders Stokholm, Elsbeth Aeppli Stettler, Barbara Dätwyler Weber und Fabrizio Hugentobler. (Bild: Andrea Stalder)

Der Frauenfelder Stadtrat vor dem Schloss und dem Rathaus: Andreas Elliker, Stadtpräsident Anders Stokholm, Elsbeth Aeppli Stettler, Barbara Dätwyler Weber und Fabrizio Hugentobler. (Bild: Andrea Stalder)

Die Weichen für die Zukunft sind gestellt. Nach 124 Tagen in neuer Zusammensetzung hat der Frauenfelder Stadtrat am Dienstag seine Legislaturziele für die kommenden vier Jahre bis ins Jahr 2023 vorgestellt. Grosse Überraschungen enthalten die Schwerpunkte in den fünf Departementen nicht. Neu erfinden lässt sich das Rad auch für den neu besetzten Stadtrat nicht. Die bestehende Kontinuität soll aber frischen Wind erhalten, sitzen doch drei der fünf Stadträte neu auf ihren Stühlen. Dagegen stärker in den Fokus rücken die erstmals departementsübergreifend definierten Ziele, woran der gesamte Stadtrat noch mehr gemessen werden wird und so bei ausbleibendem Erfolg zusätzliche Angriffsfläche bietet.

Als oberstes Gebot schreibt sich der Stadtrat auf die Fahne, Frauenfeld positiv zu entwickeln. Das scheint nur punktuell möglich, weil es der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern grundsätzlich gut geht. Trotzdem mangelt es dem Stadtrat nicht an Aufgaben. Nachhaltige Finanzpolitik und gleichzeitig bevorstehende Grossinvestitionen etwa beim Hallenbadneubau, anstehende Verkehrsprojekte und gleichzeitige Förderung von Umweltschutz, restriktivere Regeln mit einem Sicherheitskonzept und gleichzeitiges Schaffen von Freiraum für Kulturschaffende: Der Stadtrat muss in Zukunft vielerlei Drahtseilakte meistern. Zudem stehen mit der Digitalisierung, dem Klimawandel oder steigenden Kosten im Gesundheitswesen für ihn kaum beeinflussbare Herausforderungen ins Rathaus.

Hingegen beeinflussen lässt sich das Teamwork. Erstmals seit 2005 weist der Stadtrat nicht mehr die Zauberformel auf mit je einem Vertreter der fünf grössten Fraktionen. Nachdem der Stadtrat mehr bürgerlicher Herkunft ist und der Gemeinderat mehr links-grünen Anstrich erhalten hat, muss das Hauptaugenmerk des Stadtrates auf konstruktiver Politik liegen. Politische Blockaden helfen niemandem, sonst drohen vier Jahre Stagnation statt Aufschwung.

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