Mit der «Kawasaki» nach «Fidji»: «Hecht» bringen das Frauenfelder Publikum zum Tanzen

Das Konzert von «Hecht» im Eisenwerk war bereits vor Wochen ausverkauft. Am Freitag wussten die Mundart-Musiker das Publikum in der Kantonshauptstadt zu begeistern.

Chris Marty
Merken
Drucken
Teilen
Mit Hits wie «Charlotta» brachten Hecht das Frauenfelder Publikum im Eisenwerk zum Tanzen. (Bilder: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)

Mit Hits wie «Charlotta» brachten Hecht das Frauenfelder Publikum im Eisenwerk zum Tanzen. (Bilder: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)

«Ausverkauft!» So stand es seit Wochen im Internet neben dem «Hecht»-Konzert, das am Freitagabend im Eisenwerk in Frauenfeld über die Bühne ging. Ausverkauft hiess, sechshundert Besucher und viele, die vor der Türe bleiben mussten.

«Ausverkauft» zeugt aber auch vom Erfolg, den die Hechte derzeit feiern dürfen. «Nicht nur Frauenfeld ist ausverkauft, für alle Konzerte bis Ende Jahr gibt es keine Tickets mehr», erzählt der Sänger der Band, Stefan Buck. Einzig fürs Konzert im Hallenstadion in Zürich, am 26. Oktober kommenden Jahres hat es noch Tickets.

Konzert dauerte knapp zwei Stunden

Das Konzert begann ohne Verzögerung und endete ohne Pause fast 120 Minuten inklusive einiger Zugaben später. Mit dem Song «See springe» hatten sie die Zuschauer im Sack. Ab da gab es kaum ein Song, der vom mehrheitlich jüngeren Publikum nicht lautstark intoniert wurde. Songs wie «Kawasaki», «Adam und Eva», «Charlotta» und viele weitere Gipfelstürmer folgten.

Celine Meienberger, Yannick Maier und Jane Meier haben einen Bezug zur Band Hecht und deren Liedern.

Celine Meienberger, Yannick Maier und Jane Meier haben einen Bezug zur Band Hecht und deren Liedern.

«Live ist die Band fast noch besser, als auf Tonträger!», urteilt Celine Meienberger (21). Sie ist seit Jahren «Hecht»-Fan und es ist bereits ihr drittes Konzert, das sie besucht. Auch Yannick Maier (25) hat einen direkten Bezug zur Band:

«Der Titel ‹See springe› passt wunderbar zu mir, da ich gerne im Bodensee bade.»

Es ist sein zweites «Hecht»-Konzert. Wenn er könnte, würde er beim erwähnten Song gerne einmal mitsingen. Auch Jane Meier (24) ist aus Lanterswil: «Die Jungs haben sehr motivierende und aufmunternde Lieder, die zu jeder Lebenssituation passen.» Mitsingen würde sie gerne beim Song «Kawasaki».

Vorbild für einheimische Band

Für Simon Kienast (15) und Philipp Schweizer (18) aus Frauenfeld ist «Hecht» Vorbild. Sie spielen beide in der einheimischen Band «Apple Juice India», die kürzlich ihre erste Compilation veröffentlichte. Während Simon sich einen Einsatz beim Song «Surfer» vorstellen könnte, würde Philipp gerne den Schlagzeugpart bei «Gymnastique» übernehmen.

Aus Islikon kam Selina Lang (20). Einen besonderen Bezug hat sie zum Song «Fiji», da sie erst kürzlich von einer Reise dorthin zurückkehrte. Mit den Worten «Kleiner Saal, grosse Stimmung – darum Hecht», bringt sie es auf den Punkt und bestätigt damit den Eindruck, den Stefan Buck am Schluss äusserte:

«Von den Zuhörern kam viel Liebe und Energie zurück, das ist uns wichtig!»
Hätten am liebsten in der Band mitgespielt: Simon Kienast, Philipp Schweizer und Selina Lang.

Hätten am liebsten in der Band mitgespielt: Simon Kienast, Philipp Schweizer und Selina Lang.

«Hecht» sind fünf junge Männer aus Luzern, Winterthur und Zürich, die sich 2011 gefunden haben und sich seither mit ihren Mundartsongs, wie die Hechte im Teich tummeln, von Erfolg zu Erfolg. Der Vergleich ist gar nicht so abwegig: Buck erzählt, dass der Name «Hecht» von einem Hechtessen abgeleitet sei, zu dem die Bandmitglieder alljährlich von einem Freund der Band geladen wurden.

Musik machen sie freilich nicht erst seit der Gründung der Band: «Wir stehen alle seit zwanzig Jahren auf der Bühne», ergänzt der Sänger und fügt nicht ohne Stolz an, dass sie mit dem neuen Album «Oh Boy» mit Platz zwei in den Albencharts den grössten Erfolg ihrer Geschichte feiern durften.