Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Stimmbürger entscheiden über 16-Millionen-Kredit für Erweiterung der Aadorfer ARA

In den angegliederten Gemeinden sollen über die Erweiterung der Abwasserreinigungsanlage in Aadorf an der Urne befunden werden. Dies entschieden am Dienstag die Delegierten des Abwasserzweckverbands Lützelmurgtal.
Christoph Heer
Finanzchef Roger Disch und Präsident Bruno Lüscher an der Delegiertenversammlung des Abwasserzweckverbands Lützelmurgtal im Hagenbucher Gemeindehaus. (Bild: Christoph Heer)

Finanzchef Roger Disch und Präsident Bruno Lüscher an der Delegiertenversammlung des Abwasserzweckverbands Lützelmurgtal im Hagenbucher Gemeindehaus. (Bild: Christoph Heer)

Wasser geht uns alle etwas an. Stimmt etwas nicht, stirbt Fauna und Flora, so wie es im vergangenen Jahr in der Lützelmurg der Fall war (unsere Zeitung berichtete). Der Abwasserzweckverband Lützelmurgtal, an dem vier Vertragsgemeinden angegliedert sind, tagte am vergangenen Dienstagabend in Hagenbuch. 24 Delegierte aus den besagten Gemeinden nahmen daran teil und erhielten von Verbandspräsident Bruno Lüscher einen grossen Korb voll Informationen.

Haupttraktandum – nebst den üblichen traktandierten Geschäften und den Neuigkeiten zu den Projekten «Sonderbauwerke» und «Generelle Entwässerungsplanung GEP» – war das Projekt «Erweiterung Biologie und Elimination der Mikroverunreinigung EMV».

Grossprojekt gegen Mikroverunreinigung

Insbesondere die Mikroverunreinigung beschäftigt den Abwasserzweckverband nun schon seit längerem. Dazu zählen unter anderem Medikamente, Giftstoffe aller Art, oder etwa verschiedenste Körpercremes, die in das Abwasser gelangen.

Mit Hochdruck hat sich die Betriebskommission hinter dieses Grossprojekt gestellt und nun kann diesbezüglich die Öffentlichkeit informiert werden. Bruno Lüscher freut sich, dass das Projekt einen weiteren wichtigen Schritt genommen hat: «Jetzt liegt es an uns, die Stimmberechtigten unserer vier Vertragsgemeinden mit ins Boot zu holen. Ende August werden wir die Botschaft versenden, um dann später den Abstimmungsunterlagen noch einmal das Wichtigste in Kurzform beizulegen.» Die Abstimmung soll am 25. November erfolgen.

Grosse Mehrheit der Delegierten stimmt zu

Dass es soweit kommen konnte, verdankt man den anwesenden Delegierten, sie stimmten dem Vorhaben fast alle zu – es gab nur eine Enthaltung.

Bruno Lüscher erklärt: «Das Projekt enthält die Erweiterung der Biologie und des EMV und das ist umso wichtiger, wenn wir uns vor Augen halten, was im letztjährigen Lützelmurg-Fall passiert ist. Wir erhalten eine Verbesserung des Gewässers die einer hohen Belastung ausgesetzt ist.» Notwendig sei die Erweiterung aber auch infolge des schnellen Wachstums der Vertragsgemeinden (siehe Kasten).

6,5 Millionen Franken subventioniert

Die Erweiterung kostet laut der Botschaft 15,9 Millionen Franken und wird mit einem Kostenteiler auf die Gemeinden übertragen. Rund 6,5 Millionen Franken davon werden subventioniert. Will heissen, dass der Rest durch die Gebühren der Gemeinden erhoben wird. Dass es teurer wird, ist klar, Lüscher sagt jedoch, dass man nach zehn Jahren wieder auf dem Preisniveau von heute sein will.

Die Öffentlichkeitsarbeit wird sich in den kommenden Monaten bemerkbar machen. Laut Bruno Lüscher werden Parteien, Vereine und weitere Institutionen besucht. Auch an der Eschliker Gewerbeausstellung ESWA vom 9. bis 11. November soll informiert werden.

Erweiterung der Aadorfer Abwasserreinigungsanlage

Seit 1973 reinigt die Abwasserreinigungsanlage in Aadorf die Abwasser der Politischen Gemeinden Aadorf, Bichelsee-Balterswil, Eschlikon und Hagenbuch, sowie ein Teilgebiet der Gemeinde Elgg. Die umfassende Sanierung 2002, auf 18000 Einwohnerwerte (Einwohner und gewichtete gewerbliche Schmutzfracht), hätte für zwei Jahrzehnte genügen müssen. Infolge des starken Wachstums ab 2011 ist die Kapazitätsgrenze jedoch überschritten.

Die bestehende Reinigung wird von einer einstrassigen Rechenanlage auf eine zweistrassige Anlage ausgebaut. Auch die Biologische Reinigung wird auf drei Biologiestrassen erweitert. Dies kann auf dem verbandseigenen Areal realisiert werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.