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Millionen-Gewinne für die Frauenfelder Schulgemeinden

Mehr eingenommen und weniger ausgegeben als erwartet: Die Rechnungen von Primar- und Sekundarschule Frauenfeld schliessen um Millionen besser ab als budgetiert. Tiefere Steuern gibt es aber deswegen vorerst noch nicht.
Stefan Hilzinger
Finanzchef Christian Schwarz, Schulpräsident Andreas Wirth und Markus Herzog, Leiter Betrieb, mit Unterlagen. (Bild: Mathias Frei)

Finanzchef Christian Schwarz, Schulpräsident Andreas Wirth und Markus Herzog, Leiter Betrieb, mit Unterlagen. (Bild: Mathias Frei)

Den Abstimmungssonntag über die Jahresrechnungen brauchen die Frauenfelder Schulbehörden auch dieses Jahr nicht zu fürchten, denn beide Körperschaften schliessen mit deutlichen Überschüssen ab. Bei der Primarschule sind es knapp 2,8 Millionen Franken Gewinn, bei der Sek gar 3,2 Millionen Franken. Das ist deutlich über Budget, das für die Primarschule mit 310'000 Franken rechnete. Bei der Sek waren es sogar nur gut 200'000 Franken. Der Gesamtaufwand bei der Primarschule lag 2018 bei 40 Millionen Franken, bei der Sek waren es 27,7 Millionen.

Wie Schulpräsident Andreas Wirth und Finanzchef Christian Schwarz erklären, haben die guten Abschlüsse zwei Ursachen: Einerseits deutlich höhere Steuereinnahmen als gerechnet und andererseits Minderausgaben in vielen Budgetposten. So lagen etwa die Personalkosten bei beiden Schulkörperschaften mehrere hunderttausend Franken unter Budget.

«Wir gehen haushälterisch mit dem Geld um», sagt Schulpräsident Andreas Wirth und trotz Senkung des Steuerfusses bei der Sekundarschule um zwei Prozentpunkte auf dieses Jahr müsse niemand fürchten, dass das Angebot der Schule darunter leide.
Das starke Bevölkerungswachstum der vergangenen Jahre in Frauenfeld und in den Gemeinden Gachnang und Felben-Wellhausen, die wie Hüttlingen, zur Sekundarschulgemeinde Frauenfeld gehören, sorgt für den Zufluss zusätzlicher Steuergelder.

Mehr Schüler heisst auch mehr Schulzimmer

Doch der Zuzug von Familien mache auch Investitionen in die Infrastruktur der Schule notwendig, wie die derzeit aktuellen Projekte der Schulgemeinden illustrierten, sagt Betriebsleiter Markus Herzog. «Wir sind daher weiterhin froh um die Überschüsse», sagt Schulpräsident Wirth.

So kommen die drei Millionen Ertragsüberschuss aus der Sekundarschulrechnung 2019 der Vorfinanzierung des Ausbaus im Auen zugute. «Und das hilft uns, künftig die Abschreibelast tiefer zu halten», ergänzt Finanzchef Schwarz. Allerdings profitierten die Schulen derzeit noch von sehr tiefen Zinsen für Fremdkapital. So sind die Zinsbelastungen trotz Bautätigkeit sogar gesunken. Finanzchef Schwarz:

«Aber niemand weiss, wie lange die Tiefzinsphase anhält.»

Die neue Ausgestaltung des Finanzausgleiches unter den Thurgauer Schulgemeinden – derzeit im Grossen Rat in Diskussion – betrifft die beiden Frauenfelder Schulgemeinden wesentlich. Laut Schulpräsident Wirth dürfte das Finanzierungsmodell die Sek deutlich entlasten, die Primarschule müsse aber ab 2020 deutlich mehr in den Ausgleichstopf abliefern. Verschiebungen in den Schulsteuerfüssen seien wahrscheinlich.

Hinweis:
Die Schulbürger stimmen am 19. Mai an der Urne über die Rechnungen ab. Gleichzeitig findet eine Ersatzwahl in die Behörde der Primarschule statt. Jahresberichte und Botschaften können auch digital unter www.schulen-frauenfeld.ch bezogen werden.

Die Schule baut und baut und baut

Die Projektierung des Ausbaus der Schulanlage Schollenholz ist laut Abteilungsleiter Betrieb Markus Herzog abgeschlossen. Die Kosten lagen mit 2,06 Millionen Franken gut vier Prozent unter Budget. Die Schulbehörde hat das Baugesuch eingereicht und bereitet die ersten Ausschreibungen vor. Baustart für das 34-Millionen-Projekt soll Ende Oktober/Anfang November sein.

Gut auf Kurs ist laut Herzog auch der Bau des Doppelkindergartens in der Brotegg. Der Bezug des Neubaus anstelle des bisherigen Einfachkindergartens ist auf Januar 2020 geplant.

Eng könnte es laut Herzog beim geplanten Ausbau der Schulanlage Huben auf das neue Schuljahr hin werden. Dort sollen für 1,35 Millionen Franken drei Schulzimmer in einem Pavillon erstellt werden. Die Arbeiten dazu haben noch nicht begonnen. Von Provisorium dürfe man hier nicht sprechen, denn die Klassenzimmer müssten die Anforderungen an Behindertengerechtigkeit und den Minergie-Standard erfüllen.

Die grosse Baustelle der Sek ist die Schulanlage Auen, die für 42 Millionen erweitert und umgebaut wird. Der Bau Auen 2 ist laut Herzog auf Anfang des neuen Schuljahres bezugsbereit. Das Container-Provisorium wird abgebaut. In den Sommer- und auch in den Herbstferien erfolgen die Arbeiten am Bau Auen 1. Herzog ist guten Mutes, dass die neue Dreifachhalle nach den Herbstferien bezugsbereit ist. (hil)

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