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Fussballspieler Michael Lang ist der «Thurgauer des Jahres 2018»

Donnerstagabend präsentierte die Thurgauer Zeitung in Weinfelden die neueste Ausgabe ihres «Who is who». Im Magazin werden 100 Persönlichkeiten vorgestellt, die in diesem Jahr besonders aufgefallen sind. «Thurgauer 2018» ist der Profifussballer Michael Lang aus Egnach.
Ida Sandl

Für ihn wären wir auch nach Düsseldorf geflogen, zu Borussia Mönchengladbach, wo er jetzt spielt. Wo er letzten Sonntag wieder einmal seine Klasse bewiesen hat, als er die Gladbacher in Führung schoss, zum 2 : 1 gegen Hannover. Sein erstes Bundesliga-Goal und ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere.


Michael Lang kam uns entgegen, nach Lugano. Dort trainierte er mit der Schweizer Nationalmannschaft. Wir hatten mit einem knappen Zeitfenster gerechnet, doch er hat sich den ganzen Nachmittag Zeit genommen für Interview und Fotos fürs «Who is who». Hinter ihm liegt ein erfolgreiches Jahr. Unter anderem wurde er zum Schweizer Fussballer des Jahres gewählt, er hat in der Champions League erst Manchester United und dann Manchester City abgeschossen.


Vor dem Spiel ein Telefonat mit der Familie


Kurz, es läuft sehr gut für Michael Lang. Dennoch ist ihm die Anerkennung aus dem Thurgau, seiner Heimat, wichtig. Es freue ihn sehr, dass er zum Thurgauer des Jahres 2018 gewählt wurde. «Ich bin stolz darauf, Thurgauer zu sein», sagt er. In der harten Welt des Profi-Fussballs ist Michael Lang bodenständig geblieben. So sei er erzogen worden. Er ist ein Teamplayer und kommt mit seiner offenen Art nicht nur auf dem Spielfeld gut an. Lang ist auch ein Familienmensch. Vor jedem Spiel telefoniert er kurz mit der Freundin oder seiner Familie.

Der Egnacher Michael Lang auf einem Hotel-Balkon in Lugano. (Bild: Reto Scherrer)

Der Egnacher Michael Lang auf einem Hotel-Balkon in Lugano. (Bild: Reto Scherrer)

Michael Lang, über Ihr Privatleben erfährt man wenig. Warum gibt es keine Homestorys über Sie?

Ich möchte mit meiner Leistung überzeugen. Ich habe keinen Facebook- und keinen Twitter Account. Auf Instagram bin ich zwar, aber nicht sehr aktiv. Eine gewisse Öffentlichkeit ist natürlich gegeben, aber ein Foto mit nacktem Oberkörper am Bodenseeufer oder im Schaumbad wird es von mir nicht geben.

Wie wichtig ist Social Media für die Clubs? Ist die Zahl der Follower bei Vertragsverhandlungen ein Punkt?


Wer viele Follower hat, macht den Verein bekannter und ist als Werbeträger attraktiv. Das spielt eine Rolle bei Verhandlungen. Es darf aber nie wichtiger sein als die Leistung. Bei Cristiano Ronaldo vergisst man oft, dass er ein Wahnsinnsarbeiter ist. Er ist als Erster im Training und geht als Letzter.

War Fussball schon in Ihrer Familie ein Thema?


Meine Mutter war immer ein grosser Fussballfan, lange vom FC St. Gallen. Wir sind insgesamt eine sportliche Familie, aber es war nicht von Anfang an klar, dass ich Fussballer werde. Zwischendrin habe ich auch Tennis gespielt.


Hatten Sie zu wenig Talent mit dem Racket?

Es lief ganz gut mit Tennis, aber es hat mir zu wenig Spass gemacht. Ich bin eher der Mannschaftssportler. Als Einzelsportler schauen alle auf dich. Ich habe deshalb grossen Respekt vor Einzelsportlern. Beim Fussball hast du ein Team, das auch mal einen schlechten Tag oder einen Fehler ausgleicht. Man feiert den Erfolg miteinander und verkraftet eine Niederlage gemeinsam ebenfalls besser.

Sie haben mit neun Jahren beim FC St. Gallen angefangen, kam die Kindheit nicht zu kurz?


Etwa ab 14 hatte ich nur noch ein Ziel, Profifussballer zu werden. Wenn die Schulkollegen sich trafen, dann musste ich Hausaufgaben machen oder ins Training. Das war nicht immer einfach. In dem Alter möchte man ja auch bei den Coolen sein, die Party machen. Andererseits hat mir der Fussball sehr viel gegeben.


Haben Sie ein Ritual vor dem Spiel oder einen Talisman?


Einen Talisman nicht, aber ich telefoniere vor jedem Spiel kurz mit der Freundin und mit meiner Familie.

Beim FC St. Gallen fing alles an

Michael Lang (27) ist in Egnach aufgewachsen. Mit neun Jahren wurde er beim «Tag der Jugend» vom FCSG entdeckt. Vorher kickten die Lang-Brüder auf dem Pausenplatz oder im Garten. Im Mai 2007 kam Lang beim FCSG zu seinem Profi-Debüt. Nebenbei absolvierte er das Sport-KV. 2011 folgte der Wechsel zum Grasshopper-Club Zürich. Dort entwickelte sich Lang zum Nationalspieler. 2015 unterschrieb er beim FC Basel. Diesen Sommer wechselte der 1,85 Meter grosse Verteidiger in die deutsche Bundesliga zu Borussia Mönchengladbach. (red)

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