Messe mit meditativen Melodien in der Kirche Tobel

Gefühlvolle Klänge brachte das ukrainische Badura-Ensemble Beriska über Weihnachten in die Kirche Tobel.

Christoph Heer
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Das ukrainische Bandura-Ensemble Beriska während der Mitternachtsmesse an Heiligabend in der katholischen Kirche.

Das ukrainische Bandura-Ensemble Beriska während der Mitternachtsmesse an Heiligabend in der katholischen Kirche.

(Bild: Christoph Heer)

Nur durch Kerzenlicht erhellt, erstrahlt die wunderbar dekorierte Pfarrkirche in einem ganz speziellen Ambiente. Die Mitternachtsmesse an Heiligabend verliert augenscheinlich nichts von ihrem Reiz. Das hat aber auch damit zu tun, dass sich viele Menschen auch über die Festtage hindurch engagieren. Kirchen schmücken, organisieren, in Stand halten und was es sonst noch zu erledigen gibt, wird mit viel Herzblut getan, so auch in Tobel.

i-Tüpfelchen über Weihnachten

Pfarrer Leo Schenker.

Pfarrer Leo Schenker.

(Bild: Christoph Heer)

Pfarrer Leo Schenker, Mesmer Markus Braun und allen Helfern im Vor- und Hintergrund ist es einmal mehr gelungen, die katholische Kirche über die Weihnachtstage zu einem beliebten Treffpunkt zu machen. Nicht zum ersten Mal spielte dabei das Kiewer Bandura-Ensemble Beriska im besagten Gotteshaus. Mit ihren Weihnachtsliedern und Melodien aus dem Herzen der Ukraine sind sie einmal mehr das i-Tüpfelchen innerhalb der beiden Gottesdienste über Weihnachten.

Die Bandura, auch bekannt als ukrainische Lautenzither, ist ein gezupftes Lauteninstrument, bei welchem neben dem Griffbrett, ähnlich einer Zither, eine Reihe weiterer Saiten angebracht sind, die parallel über den Resonanzkörper verlaufen und nicht verkürzt werden. Die Bandura kann bis zu 65 Saiten zählen, wird mit beiden Händen gespielt und vereinigt die Spielweise beider Zupfinstrumente.

Einzigartige musikalische Atmosphäre

Das Beriska-Ensemble versteht es ausserordentlich gut, das Instrument mit ihrem Gesang zu vereinen und so die Zuhörer mit meditativen Melodien zu verzaubern. Diese einzigartige musikalische Atmosphäre ergänzt über die Weihnachtstage zweimal das liturgische Geschehen und macht die wichtigsten Feiern eines jeden Kirchenjahres zu einem bleibenden und unvergesslichen Erlebnis.

«Hören wir auf die Engel, ehren wir Gott und es wird Frieden geschenkt.»

Nebst Pfarrer Leo Schenker nahm auch Bruder Otmar Egloff an den Gottesdiensten in Tobel teil. Mit seiner Lesung entführte Zweitgenannter die Kirchgänger nach Bethlehem – dahin, wo sich Erde und Himmel am nächsten sind und sich laut Bibel gar berühren.