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Mehr Start-up-Denken gefordert

KMU sollen sich aktiver mit der digitalen Transformation ihrer Geschäftsprozesse auseinandersetzen. So lautet eine Erkenntnis des Thurgauer Gewerbeforums in Weinfelden.
Martin Sinzig
Unterhalten sich am Rande des Thurgauer Gewerbeforums: Gewerbepräsident und Nationalrat Hansjörg Brunner, Fritz Tanner, Datenschutzbeauftragter des Kantons Thurgau, und Thomas Weihrich, Inhaber der Weihrich Informatik GmbH. (Bild: Martin Sinzig)

Unterhalten sich am Rande des Thurgauer Gewerbeforums: Gewerbepräsident und Nationalrat Hansjörg Brunner, Fritz Tanner, Datenschutzbeauftragter des Kantons Thurgau, und Thomas Weihrich, Inhaber der Weihrich Informatik GmbH. (Bild: Martin Sinzig)

Die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft sei kein Informatik-Projekt, sondern es gehe vielmehr um die Realisierung neuer Geschäftsmodelle mit den Mitteln der Computer- und der Kommunikationstechnologie. Diese Einordnung hat Philipp A. Ziegler zum Auftakt des diesjährigen Thurgauer Gewerbeforums in Weinfelden gemacht. Mit seiner MSM Research AG erstellt Ziegler seit 35 Jahren Marktanalysen für die Schweiz und berät Unternehmen. Vor rund 60 Gewerbevertretern vermittelte er zusammen mit weiteren Referenten Impulse zu einem breit gefächerten Thema. Es reichte von technischen Fragen über Sicherheitsaspekte bis zu strategischen Unternehmensentscheiden.

Horrende Kosten für Technologien

Die Schweizer Wirtschaft wende täglich 75 Millionen Franken für Informations- und Kommunikationstechnologien auf. Die Mehrheit der Projekte werde aber nicht mehr von der betrieblichen Informatik-, sondern von Fachabteilungen ausgelöst, und zunehmend würden KMU Informatik-Leistungen extern einkaufen, schilderte Ziegler den messbar gewordenen Paradigmenwechsel. Vor allem die Frage, wie mit den gewonnenen Daten Mehrwert geschaffen werden könne, beschäftige die Unternehmen stark, erklärte der Branchenkenner. Im gleichen Atemzug rief er dazu auf, mehr Start-up-Denken zu zeigen, etwas zu versuchen und Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.

Unternehmer sollten sich konkrete Ziele setzen und daraus eine Informatikstrategie ableiten, doppelte Thomas Weihrich, Inhaber der Weihrich Informatik GmbH aus Kreuzlingen, nach. Zudem sollten sich KMU mehr Kenntnisse im Informatikbereich aneignen. «Wir sind froh, wenn wir als Dienstleister mit gut informierten Ansprechpartnern zusammenarbeiten können», sagte Weihrich. Das verbessere das Verständnis für Informatik-Leistungen und die Umsetzung von Projekten.

Cyberattacken sind ein grosses Problem

Dass Verfügbarkeit, Reaktionszeit und Sicherheit bei einer Auslagerung der Informatik an externe Dienstleister durchaus Vorteile bringen kann, schilderte Roman Dürr, Leiter des neuen Datacenters der EKT-Gruppe in Frauenfeld. KMU könnten in einem Rechenzentrum eine breite Palette von Diensten in Anspruch nehmen, und sie sollten sich vor allem Gedanken zu den Risiken anstellen.

88 Prozent der Schweizer KMU seien dieses Jahr von Cyberattacken betroffen gewesen, 56 Prozent der Firmen hätten einen Unterbruch ihrer Geschäftstätigkeit in Kauf nehmen müssen: so illustrierte Oktay Sebebli von der Swisscom die Gefahren der Digitalisierung. Der Datenaustausch über sichere Netze gewinne deshalb an Bedeutung.

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