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Mehr Leuchttürme als Tiefflieger beim Frauenfelder Stadtrat in der ablaufenden Legislatur

Der Frauenfelder Stadtrat hat in seiner jetzigen Zusammensetzung letztmals gemeinsam die vergangene Legislaturperiode Revue passieren lassen. Von 2015 bis 2019 fokussierte er auf eine konstruktive Zusammenarbeit und bürgernahe Politik, mit Höhen und Tiefen.
Mathias Frei/Samuel Koch
Der Stadtrat spricht an der Pressekonferenz über den Abschluss der Legislatur 2015 bis 2019. (Bild: Samuel Koch)

Der Stadtrat spricht an der Pressekonferenz über den Abschluss der Legislatur 2015 bis 2019. (Bild: Samuel Koch)

Departement für Finanzen, Stadtentwicklung, Zentrales

Anders Stokholm, Stadtpräsident, Departement Finanzen, Stadtentwicklung und Zentrales. (Bild: Andrea Stalder)

Anders Stokholm, Stadtpräsident, Departement Finanzen, Stadtentwicklung und Zentrales. (Bild: Andrea Stalder)

Als kurze Zeit, in der doch einiges gegangen ist: So fasst Stadtpräsident Anders Stokholm die Arbeit der vergangenen vier Jahre in seinem Departement für Finanzen, Stadtentwicklung und Zentrales zusammen. Mit dem Nein des Stimmvolkes zum Agro Food Innovations Park (Afip) im April 2016 hat Stokholm zunächst einen Dämpfer erfahren. Danach folgten aber mit Ansiedlungen von Grossfirmen wie Sky Frame oder Twerenbold Entwicklungen, die er als Erfolge wertet. Er sagt:

«Arbeitsplätze und Wohnen entwickeln sich im Gleichgewicht, damit Frauenfeld nicht zur Schlafstadt wird.»

Für ein attraktives Zentrum hat die Stadt die Begegnungszone 2016 nach einer Probezeit in ein Definitivum überführt. «Im Lot» liegen für Stokholm auch die Stadtfinanzen. Seit 2016 erfolgten stets positive Abschlüsse, «obwohl wir jeweils negativ budgetiert haben». Mit dem Polster im Eigenkapital weise die Stadt «eine gute Ausgangslage» auf, selbst wenn der Gemeinderat im Dezember eine geplante Steuerfusserhöhung versenkte. Zudem herrsche weiterhin ein gutes Einvernehmen mit der Armee, die am Standort investiert.

Departement für Bau und Verkehr

Urs Müller, Vorsteher Departement Bau und Verkehr. (Bild: Andrea Stalder)

Urs Müller, Vorsteher Departement Bau und Verkehr. (Bild: Andrea Stalder)

Im Departement von Stadtrat Urs Müller gab es in der vergangenen Legislatur mehrere für die Stadt hochrelevante Themen. Medial in aller Munde war und ist das Konzept Mobilität 2030, das im Frühling 2016 öffentlich wurde. In diesen Bereich fällt die Stadtentlastung mit Vorgehen, Variantenentscheid und Vernehmlassung. Dann waren da aber auch der Stadtbus-Ausbau, das ÖV-Konzept 2030 und die S-Bahn-Haltestelle Langdorf, die nun vorerst auf Eis gelegt ist. Kürzlich wurde das städtische Fuss- und Veloverkehrskonzept präsentiert. Und der Regio-Radweg stehe auch vor dem Abschluss, freut sich Müller.

Daneben wurde für den internen Gebrauch die Siedlungsstrategie 2030 mit Fokus auf Innenentwicklung erarbeitet. Öffentlichkeit hat vor allem die Umnutzung der Stadtkaserne. Ende 2016 wurden hierzu die Resultate eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs präsentiert. Derzeit ist man in der Weiterentwicklung. Daneben wurden das Baureglement und das Reglement zum Schutzplan Natur- und Kulturobjekte überarbeitet. Frauenfeld ist weiterhin einzige Gold-Energiestadt im Thurgau.

Departement für Werke, Freizeitanlagen und Sport

Ruedi Huber, Vorsteher Departement für Werke, Freizeitanlagen und Sport. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Ruedi Huber, Vorsteher Departement für Werke, Freizeitanlagen und Sport. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

«Viele Ziele sind erreicht, aber es gibt noch genügend Arbeit», schliesst der nach acht Jahren scheidende Stadtrat Ruedi Huber die Tätigkeiten in seinem Departement für Werke, Freizeitanlagen und Sport ab. Zwar sei die Energieversorgung in der Stadt gesichert. «Sie muss aber immer ökologisch und zugleich kostengünstig sein», streicht Huber die grosse Herausforderung bei den Werken heraus. Sie seien jedoch für die Zukunft gerüstet, an schönen Tagen versorge sich die Stadt dank Solaranlagen bis zu einem Viertel selbst. Und der Ausbau des Reservoirs Stählibuck gewährleiste genügend Wasser, selbst bei grosser Trockenheit.

Vom Sorgenkind zum Musterknaben entwickelte sich für Huber auch das Fernwärmegeschäft, das sich nach Liquidationsengpässen, Interessenskonflikten und viel Kritik «auf einem guten Weg befindet». Als Höhepunkt bleibt für Huber der abgeschlossene Architekturwettbewerb für das neue Hallenbad zurück. Zudem befinde sich das Sportanlagenkonzept Kleine Allmend in der Vertiefung, und «das Konzept Pferdezentrum schafft ebenso klare Verhältnisse».

Departement für Alter und Gesundheit

Elsbeth Aepli Stettler, Vorsteherin Departement für Alter und Gesundheit. (Bild: Donato Caspari)

Elsbeth Aepli Stettler, Vorsteherin Departement für Alter und Gesundheit. (Bild: Donato Caspari)

Sehr erfolgreich und nicht minder präsent war Stadträtin Elsbeth Aepli in der ablaufenden Legislatur mit dem Projekt «Älter werden im Quartier». Das Pilotprojekt im Kurzdorf (mittlerweile in einen selbstständigen Betrieb überführt) strahlt in andere Quartiere aus. So gibt es im Ergaten-Talbach neu auch eine Nachbarschaftshilfe und Talentbörse. Aepli spricht zu Recht von einem Leuchtturm. In diesem Zusammenhang wurde das Netzwerk Altersfreundliches Frauenfeld gegründet. Und als wichtige Anlaufstelle dient dabei die Fachstelle für Alters- und Generationenfragen. Sie ist bis Ende Jahr bewilligt. Ein Antrag auf Verlängerung werde folgen, sagt Aepli.

Daneben wurde im Alterszentrum Park (AZP) eine Koordinationsstelle für die Aufnahme von Bewohnern geschaffen. Schon zuvor verzeichnete man hohe Belegungsraten. Ebenfalls im AZP wurden die stationären Angebote für Menschen mit Demenz modernisiert. Ebenfalls um Demenz geht es beim Projekt «Bovidem – Gute Lebensqualität mit Demenz». Schulung von Betreuenden und Alltagssensibilisierung sind nur zwei von mehreren Themen.

Departement für Gesellschaft und Soziales

Die Arbeit in ihrem Departement für Gesellschaft und Soziales hat Christa Thorner nach 18 Jahren im Stadtrat noch nicht abgeschlossen, wie sie verrät:

«Wir führen an unserer letzten Sitzung noch eine Diskussion über die Einführung eines Jugendrates.»

Christa Thorner, Vorsteherin Departement für Gesellschaft und Soziales. (Bild: Reto Martin)

Christa Thorner, Vorsteherin Departement für Gesellschaft und Soziales. (Bild: Reto Martin)

Dass Junge im familienfreundlichen Frauenfeld nicht nur mitreden, sondern mitgestalten, zeige der aus dem bereits etablierten Kinderrat initiierte Pumptrack. Im Vorschulbereich führte die Stadt in den vergangenen vier Jahren die Kooperation bei der Präventionsarbeit weiter. «Das gipfelte im Strategiepapier zur Frühen Förderung mit der Primarschulgemeinde», sagt Thorner, selbst wenn diese Arbeit noch nicht abgeschlossen sei.

Mit der Tagesschule im Langdorf führte die Stadt ein weiteres familien- und schulergänzendes Angebot ein, wobei Thorner die «gute Vernetzung und Zusammenarbeit» betont. Bei der beruflichen und sozialen Integration hingegen arbeitet die Stadt mit Partnern zusammen, um für jedermann die geeignete Aufgabe zu finden. Ins Stocken geraten ist dabei das Pilotprojekt Arbeitsintegration, «wegen personeller Ressourcen».

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