Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Thurgauer Regierungsrat will Herbizid-Einsätze mehr kontrollieren

Als Antwort auf eine Einfache Anfrage erklärt der Regierungsrat, welche Massnahmen er gegen Pflanzenschutzmittel ergreifen will.
Florian Beer
Auf solchen Kiesstrassen ist der Herbizideinsatz verboten, da die Mittel ins Grundwasser gelangen. (Bild: PD)

Auf solchen Kiesstrassen ist der Herbizideinsatz verboten, da die Mittel ins Grundwasser gelangen. (Bild: PD)

Pflanzenschutzmittel (PSM) wie Glyphosat stehen aktuell stark in der Kritik und werden medienwirksam von Wirtschaft und Politik diskutiert. Auch im Kanton Thurgau. Kantonsrat Paul Koch (SVP, Oberneunforn) hat in einer Einfachen Anfrage den Regierungsrat gefragt, wie der Kanton das generelle Anwendungsverbot für Herbizide auf und an Strassen, Wegen und Plätzen umsetze.

In ihrer Antwort stellt die Regierung klar, dass für den Gebrauch von PSM im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit eine Ausbildung von Nöten sei. Privatpersonen können nur PSM kaufen, die vom Bundesamt für Landwirtschaft zugelassen sind.

«Der Regierungsrat ist sich durchaus bewusst, dass es bei der Verwendung von Herbiziden zu Verstössen gegen die Bestimmungen kommt.»

Eine Umfrage aus dem Jahr 2018 zeigt, dass 47% der Privatpersonen vom Anwendungsverbot noch nie gehört hätten. 90% der Fachleute wiederum schon. Infolge der Glyphosat-Diskussion verstärkten die Detailhändler die Beschriftung von PSM auf den Verpackungen.

Regierungsrat setzt auf zwei Massnahmen

Die Kontrolle über die Einhaltung des Gesetzes obliege dem Amt für Umwelt sowie dem kantonalen Laboratorium.

Auf Bundesebene sei mit dem Aktionsplan Pflanzenschutzmittel versucht worden, künftig die Risiken für Mensch und Umwelt zu reduzieren. Daran hätte der Kanton Thurgau intensiv mitgearbeitet. Zum einen wurde eine Liste mit PSM publiziert, die für die nichtberufliche Verwendung bewilligt seien.

Andererseits solle für die nichtberufliche Verwendung strengere Kriterien für die Zulassung von PSM erarbeitet und eingeführt werden. Der Regierungsrat schreibt:

«Was die Umsetzung dieser Massnahme anbelangt, bewerten die zuständigen Stellen derzeit verschiedene Kriterien, um die Auswirkung von Produkten für nichtprofessionelle Anwender auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu reduzieren.»

Zudem solle demnächst eine neue gesetzliche Bestimmung in Kraft treten, die die Verwendung von Mitteln gegen Algen und Moose verbiete. Zusammengefasst seien auf Bundesebene mehrere Massnahmen in Arbeit, um den Einsatz von Herbiziden auf und an Strassen, Wegen und Plätzen zu reduzieren. Weiter unterstütze das Amt für Umwelt bereits heute Massnahmen zum Herbizidverbot.

SVP-Kantonsrat Paul Koch. (Bild: Andrea Stalder)

SVP-Kantonsrat Paul Koch. (Bild: Andrea Stalder)

Fragesteller Paul Koch zeigt sich positiv überrascht von der Beantwortung seiner Fragen durch den Regierungsrat. «Man ist erstaunlich ausführlich auf meine Fragen eingegangen», sagt der Kantonsrat und Förster. Wenn der Regierungsrat das umsetze, was er vorhabe, sei das gut. Für Mensch und Umwelt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.