Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Mehr Geld für Gemeinderäte in Neunforn

Die Gemeinde Neunforn hält an Traditionen fest. Zum 22. Mal in Folge schliesst die Jahresrechnung positiv ab. Dafür erhält die Gemeine künftig keine Beiträge mehr aus dem Finanzausgleich.
Manuela Olgiati
Gemeindepräsident Benjamin Gentsch und Gemeinderat Leo Krucker erläuterten das angepasste Baureglement. (Bild: Manuela Olgiati)

Gemeindepräsident Benjamin Gentsch und Gemeinderat Leo Krucker erläuterten das angepasste Baureglement. (Bild: Manuela Olgiati)

«Wir planen eine lange Diskussion rund um das Baureglement», verkündete Gemeindepräsident Benjamin Gentsch am Freitagabend im Schulhaus Rietacker in Oberneunforn. Deshalb werde auf den Unterhaltungsteil nach der Gemeindeversammlung verzichtet. Gemeinderat Herbert Büttiker informierte über die bevorstehende Verkabelung der Trafostation für Tiefbauarbeiten und die Installation von Leitungen an der Altikerstrasse – Schaffhauserstrasse. Den Kreditantrag über 94000 Franken hiessen die 69 Stimmberechtigten einstimmig gut. Eine Strassenzustandsanalyse habe ergeben, dass sich rund 57 Prozent der Gemeindestrassen in einem kritischen bis ausreichenden Zustand befinden. Auch der Bruttokreditantrag von 83000 Franken für die Sanierung des Strassenabschnittes Fahrhof wurde einstimmig genehmigt. Vorgeschlagen wurde zudem eine Erhöhung der Entschädigungen für den Gemeinderat rückwirkend per 1. Juni. Die Erhöhung der Jahrespauschale um 1000 Franken auf zwischen 2500 und 3500 Franken sowie 1000 Franken mehr für Spesen der Gemeinderäte wurde einstimmig genehmigt. Positiv präsentierten sich die Gemeindefinanzen. Auch die 22. Rechnung seit Gründung der politischen Gemeinde Neunforn schliesst mit einem Gewinn ab. Bei einem Ertrag von 3,38 Millionen Franken resultierte ein Überschuss von 197596 Franken. Budgetiert gewesen war ein Minus von 9465 Franken. «Die Steuereinnahmen fielen leicht besser aus als budgetiert», merkte der Gemeindepräsident an. Dank den guten Ergebnissen in den vergangenen Jahren war es möglich, das Verwaltungsvermögen auf Null abzuschreiben. Diese vorausschauende Finanzpolitik wirkt sich kostenmindernd bei den Hoch- und Tiefbauten aus. 2017 erhielt die politische Gemeinde Neunforn erstmals keine Beiträge mehr aus dem Finanzausgleich. Rechnung und Gewinnverwendung, nämlich 150000 Franken für die Vorfinanzierung zur Sanierung der Gemeindestrassen zu verwenden und die restlichen 47596 Franken dem Bilanzüberschuss gutzuschreiben, wurden einstimmig genehmigt.

Lebhafte Diskussion über das Baureglement

Gegen das Baureglement waren 14 Einsprachen eingegangen. Es wurde an der Versammlung im sechsten Entwurf vorgelegt. «Es ist eine schwierige, aber auch erfüllende Aufgabe», sagte Benjamin Gentsch. Gemeinderat Leo Krucker erläuterte unzählige Anpassungen und Korrekturen. Lebhaft wurde jeder Artikel diskutiert. Ein Antrag einer Votantin kam schliesslich zu Artikel 9. Sie forderte die Streichung des Satzes: «Bei Schutzobjekten sind die Sprossen aussenliegend anzubringen.» Das gehe zu weit, war die Begründung. Dieser Absatz im gesamten sagt aus, dass Fenster die Form eines stehenden Rechtecks aufzuweisen haben. Grössere Fenster müssen baustilgerechte Sprosseneinteilung vorweisen. Dieser Satz wird nun nach der Abstimmung, die sich grossmehrheitlich für den Antrag der Votantin aussprach, ersatzlos gestrichen. Das Baureglement wurde schliesslich mit 66 Ja und drei Gegenstimmen gutgeheissen. Das angepasste Reglement wird nun dem Kanton zur Genehmigung vorgelegt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.