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An der Herdemer Bundesfeier: Mehr Entschleunigung und Aprikosen vom Sonnenbühl

1.August feiern in der ländlichen Idylle: Das war bei der Bundesfeier von politisch Herdern möglich. Auf die Besucher warteten ein Brunch und SVP-Nationalrätin Verena Herzog als Festrednerin.
Mathias Frei
Der Musikant mit der Rednerin: Gemeindepräsident Ulrich Marti und Nationalrätin Verena Herzog. (Bild: Mathias Frei)

Der Musikant mit der Rednerin: Gemeindepräsident Ulrich Marti und Nationalrätin Verena Herzog. (Bild: Mathias Frei)

Auf dem Sandhaufen steckt zuoberst ein Schweizerfähnli. Es ist 1.August, das feiert die politische Gemeinde Herdern mit einem Brunch auf dem Sonnenbühl-Hof von Familie Aeschbacher. Verena Herzog kauft hier gerne Aprikosen ein. Nicht weniger begeistert ist die streitbare SVP-Nationalrätin aus Frauenfeld vom weissen Traubenbalsamico von Ewa Kressibucher aus Lanzenneunforn. Zudem sehe man sie jedes Jahr am Weihnachtsmarkt auf Schloss Herdern. Und jetzt ist die Politikerin Festrednerin auf dem Sonnenbühl-Hof. Ihr Aufruf zu Entschleunigung, zu gemeinsamem Innehalten am Nationalfeiertag passt in diesen Sommervormittag.

Zwischen Hühnerstall und Bratpfanne

Bratspeck für den Brunch. (Bild: Mathias Frei)

Bratspeck für den Brunch. (Bild: Mathias Frei)

Vieles hier dürfte nach dem Gusto von Nationalrätin Herzog sein, die nach eigenen Angaben bei einheimischen und saisonalen Produkten ins Schwärmen kommt. Der Rohstoff für die Spiegeleier am Brunch kommt aus dem Hühnerstall hinter dem Sandhaufen, der Süssmost ist vom Hof. Zöpfe und Brote sind selbstverständlich hausgemacht. Der Käse ist aus der Kartause und aus dem Herdemer Schlossladen. Und aus glücklichen Säuli aus der Region ist brutzelnder Speck geworden.

Nationalrätin Verena Herzog bei der Festrede. (Bild: Mathias Frei)

Nationalrätin Verena Herzog bei der Festrede. (Bild: Mathias Frei)

Vergangenes Jahr gab es zum 20-Jahr-Jubiläum der politischen Gemeinde Herdern erstmals einen 1.August-Brunch. Der damalige Anlass habe nach einer Wiederholung gerufen, sagt der zuständige Gemeinderat Franz Weber. Gesagt, getan. Heuer erwartet er 160 bis 170 Brunch-Gäste. Unter ihnen auch Gemeindepräsident Ulrich Marti, für einmal in anderer Funktion. Denn er gehört der Städtlimusig Pfyn an, die für die musikalische Unterhaltung auf dem Sonnenbühl-Hof besorgt ist.

Der Sandhaufen für die Kinder. (Bild: Mathias Frei)

Der Sandhaufen für die Kinder. (Bild: Mathias Frei)

Erst seit 1994 ein gesetzlicher Feiertag

Nationalrätin Herzog erinnert daran, dass ein Brunch zum 1.August noch gar nicht so lang möglich ist. Gilt der Nationalfeiertag doch erst seit 1994 als gesetzlicher Feiertag.

«Auch wenn sich jemand nicht für Schweizergeschichte interessiert, so entschleunigt er wenigstens, feiert mit Freunden und der Familie.»

Besonders in der heutigen anonymen Welt seien persönliche Begegnungen umso wichtiger. Der Blick vom Seerücken auf die Alpen entspanne sie, sagt Herzog. «Derweil muss man jedes Lebensmittel haben, zu jeder Zeit und aus der ganzen Welt.» Dabei sei man doch grad im Thurgau quasi an der Quelle von erntefrischem Gemüse und Früchten. Freude hat Herzog auch an der Idee des Mitenand-Fahrbänklis, einem Projekt der Regio Frauenfeld. «Eine moderne Art von Autostopp.» Das fördere das Zwischenmenschliche, das Miteinander von Jung und Alt.

Nationalrätin Verena Herzog mischt sich unters Volk. (Bild: Mathias Frei)

Nationalrätin Verena Herzog mischt sich unters Volk. (Bild: Mathias Frei)

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