Mehr Betten als ursprünglich geplant: Der Kanton Thurgau muss für Klinik Geld nachschiessen

Die Thurgauer Regierung beantragt einen Zusatzkredit von 1,37 Millionen Franken für die Sanierung des Gästehauses in der Klinik St. Katharinental bei Diessenhofen.

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Die Klinik St.Katharinental bei Diessenhofen wird etappenweise saniert.

Die Klinik St.Katharinental bei Diessenhofen wird etappenweise saniert.

Bild: Nana do Carmo

Der Regierungsrat des Kantons Thurgau beantragt beim Grossen Rat einen Zusatzkredit von 1,37 Millionen Franken. Der Zusatzkredit betrifft die Sanierung des Gästehauses in der Klinik St.Katharinental, damit dort mehr Patientenbetten untergebracht werden können als ursprünglich geplant.

Im Rahmen des Masterplans Klinik St.Katharinental wurde in den vergangenen zwei Jahren die Sanierung der Gebäude Kloster Ost sowie das Herrenhaus angedacht. Die baulichen Eingriffe in diese Gebäude wären jedoch so gross gewesen, dass in der Bauphase 20 Betten weniger zur Verfügung gestanden wären.

Die ursprünglich angedachte Übergangslösung mit dem Gästehaus wurde deshalb zu einer definitiven Lösung entwickelt. In einem ersten Vorprojekt gingen die Planer davon aus, dass infolge der Brandschutzvorschriften für Beherbergungsbetriebe maximal 19 Patientenbetten untergebracht werden können. Unter diesen Voraussetzungen wurde eine Kostenschätzung erstellt, die als Grundlage für einen Kreditantrag von 580000 Franken diente und vom Grossen Rat im Dezember 2020 genehmigt wurde.

Das Dachgeschoss baulich anpassen

Ein überarbeitetes Projekt vom Oktober 2020 zeigte aber auf, dass sogar 26 Patientenbetten im Gästehaus untergebracht werden können, sofern das Dachgeschoss baulich angepasst wird. Dies erfordert indes umfangreiche Abbrucharbeiten und tragende Bauteile müssen an die aktuell geforderten Brandwiderstände angepasst werden. Die Eingriffe für die Erstellung der sieben zusätzlichen Langzeitpflegeplätze fallen vor allem im Rohbaubereich an.

Die Mehrkosten der Projektanpassung betragen insgesamt 2,025 Millionen Franken. Davon fallen im Rohbau 1,37 Millionen Franken an, die gemäss Vereinbarung mit der Thurmed Immobilien AG durch den Kanton Thurgau getragen werden müssen. Deshalb hat die Regierung beim Grossen Rat einen Zusatzkredit beantragt. Sämtliche Massnahmen wurden mit der Feuerpolizei und der Denkmalpflege abgesprochen. (red)