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Matzingerin ist zurück mit einem Weltrekord

Töfffahrerin Isa Müller ist von ihrer Weltumrundung zurückgekehrt. Biker, Freunde und unzählige Gratulanten haben sie herzlich und jubelnd empfangen.
Florian Beer

Isa Müller aus Matzingen kehrt nach insgesamt 41 Tagen, davon 17 Tage auf dem Motorrad, und gut 24000 zurückgelegten Kilometern in ihre Heimat zurück. Hunderte Biker, davon viele Bekannte, Freunde und Familienangehörigen, empfangen die frisch gebackene Weltrekordhalterin am Freitagabend in der Reithalle auf der Allmend in Frauenfeld frenetisch und feierten sie und ihre Leistung – zu Recht. Mit ihrer Weltumrundung innerhalb von 17 Tagen auf dem Motorrad konnte Müller die bisherige Zeit der Frauen unterbieten und darf sich von nun an «Weltrekordhalterin» nennen.

Am 6. Mai startete Isa Müller ihre Weltumrundung auf der «Love-Ride»-Bühne in Dübendorf, dem grössten Charity-Projekt der Schweiz für muskelkranke Menschen. Über Paris und London fuhr sie nach Finnland und durchquerte Russland bis an seine östlichste Spitze, nahe der nordkoreanischen Grenze. Von dort aus ging es über Südkorea nach Alaska, natürlich nicht auf dem Motorrad. Dieses bestieg sie erst wieder im nördlichsten Bundesstaat der USA und durchquerte den nordamerikanischen Kontinent bis nach Orlando in Florida. Mit dem Flugzeug ging es von dort nach Spanien und über Südfrankreich, Italien und Österreich wieder zurück in die Schweiz.

Kälte und kyrillische Schrift in Sibirien

Am 8. Februar wurde Isa Müller vom Grizzly Race Team angefragt, ob sie am «Women’s World Record 2018» (siehe Kasten) teilnehmen wolle. «Die ursprünglich geplante Kandidatin musste leider absagen und deshalb wurde ich fast schon bekniet, diese Herausforderung anzunehmen», sagt Müller. Das habe sie dann auch getan, obwohl sie letztes Jahr einen schweren Motorradunfall hatte, sie musste sogar einige Zeit im Rollstuhl verbringen. «Die Vorbereitung war sehr kurz und nicht ganz einfach, weil ich während dieser Zeit noch Physiotherapie hatte», sagt Müller. Lachend fügt sie hinzu, dass sie heute noch immer nicht gut laufen könne. Das musste sie auch nicht, schliesslich umrundete sie die Welt auf zwei motorisierten Rädern. Technische Probleme hätte es auf dem Weg kaum gegeben, dafür eisige Kälte in Sibirien, schlechte Strassenverhältnisse, Sturm, Regen, nur wenige Tankstellen und kaum Englisch sprechende Menschen. «Während meiner Fahrt durch Russland habe ich knapp fünf Kilo abgenommen, weil es ausser ein paar Snacks auf den wenigen Tankstellen nur wenig zu essen gab.»

Auf einem solchen Abenteuer vermisse man natürlich vor allem die Familie. Ihr Partner, ebenfalls ein passionierter Motorradfahrer, organisierte vieles von zu Hause aus und unterstützte Müller tatkräftig. «Ausser meinen Karten, Koordinaten, einem Navi und Natel hatte ich keine Hilfsmittel und musste stets auf WLAN in den Ortschaften hoffen, um mit daheim kommunizieren zu können.» Finanziert wurde ihre Rekordfahrt zum einen vom Rennstall, er spendierte das Motorrad. Der Rest kam von privaten Sponsoren und Eigenmitteln.

Bei ihrer Weltumrundung war Isa Müller vor allem wichtig, nach ihrem Unfall 2017 wieder zurück auf das Motorrad zu kommen. «Der Rekord an sich ist mir weniger wichtig», gibt sich die Matzingerin bescheiden. «Viel wichtiger ist, dass alle Kandidatinnen wieder gesund und sicher zu Hause angekommen sind.»

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