Matzingen
«Möglich, bis zum Nordkap zu fahren»: Am Tag der Elektromobilität kämpften Experten mit Vollgas gegen Vorurteile

Am Tag der Elektromobilität in Matzingen informierten Mitglieder des Ostschweizer Regionalgruppe des Elektromobilclubs der Schweiz (ECS), inklusive Probefahrten für alle Interessierten.

Andreas Taverner
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Jürg Hostettler aus Oberneunforn lässt sich das E-Auto von einem Mitglied des Tesla Owners Club Helvetia erklären.

Jürg Hostettler aus Oberneunforn lässt sich das E-Auto von einem Mitglied des Tesla Owners Club Helvetia erklären.

Bild: Andreas Taverner

Informieren, um gegen Vorurteile anzukämpfen. Deshalb hat die Ostschweizer Regionalgruppe des Elektromobilclubs der Schweiz (ECS) am Samstag auf dem Areal der Landi Matzingen zu einem Tag der Elektromobilität eingeladen. Wie und wo lässt sich die Elektromobilität im Alltag integrieren? Auf diese und weitere Fragen wollte Felix Maag, ECS-Vorstandsmitglied aus Mettendorf, mit seinen Kollegen Antworten geben.

Eines der Ziele des Anlasses sei es, den Besuchern zum Beispiel mit Probefahrten von E-Autos oder E-Rollern den praktischen Alltagsnutzen näher zu bringen. Maag erklärte:

«Schon heute werden zum Teil bei Neubauten weniger Parkplätze für Verbrennungsmotoren angeboten, und dafür zusätzliche E- Tankstellen errichtet.»

Auch mit einem anderen Vorurteil, dem der Reichweite, versuchte der ECS, die Interessierten aufzuklären. «Schon heutzutage ist es möglich, bis zum Nordkap zu fahren, so viele E-Tankstellen gibt es auf der Strecke», sagte er.

Ohne Führerschein in unüberdachten E-Mobilen

«Erst in Betracht kommt ein E-Auto, wenn es den Wohnwagen mit zwei Tonnen ziehen kann», sagte ein Besucher. Etwas bescheidener ging es am Infostand zu und her. Dort wurden unter anderem E-Mobile mit einer Reichweite bis 50 Kilometer angeboten. Die nicht überdachten Fahrzeuge erreichten etwa 20 Stundenkilometer und benötigten bis auf eines, einen Roller mit 125 Kubik, keinen Führerschein.

Irina Ganz aus Oberwinterthur sitzt im Fiat 500 Cabrio Elektro La Prima.

Irina Ganz aus Oberwinterthur sitzt im Fiat 500 Cabrio Elektro La Prima.

Bild: Andreas Taverner

«E-Roller und E-Bikes verkaufen wir seit ein paar Jahren», sagte Vanessa Burgermeister, Mitglied der Geschäftsleitung der Landi Matzingen. Sie ergänzte stolz, dass das E-Bike Trelago der Landi im Kassensturz vom 4.Mai dieses Jahres als bestes abgeschnitten habe.

Yvonne Bertschinger findet den Fiat ebenfalls cool.

Yvonne Bertschinger findet den Fiat ebenfalls cool.

Bild: Andreas Taverner

Als Jürg Hostettler nach einer Probefahrt mit einem Tesla zurückkam, war er voll des Lobes. «Als Informatiker bin ich vom Tesla extrem begeistert, so viele Assistenzsysteme bietet er», schwärmte er. Zufrieden war auch ECS-Präsident Kajetan Mazenauer, der sagte: «Endlich haben auch die Frauen die Elektromobilität für sich entdeckt.»

Hat sein Traumauto gefunden: Hans Seliner aus Tufertschwil SG.

Hat sein Traumauto gefunden: Hans Seliner aus Tufertschwil SG.

Bild: Andreas Taverner

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