Matzingen ehrt freiwillige Helden im Dorfmuseum

Im Ortsmuseum Matzingen widmet sich eine Sonderausstellung dem Thema «Feuerwehr im Wandel der Zeit». Kommandant Christian Büchi erinnert sich an die Faszination des Helfens aus seiner Jugendzeit.

Manuela Olgiati
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Museumspräsident Elmar Bissegger, Vorstandsmitglied Hansueli Zuberbühler und Feuerwehrkommandant Christian Büchi posieren bei der Motorspritze von 1926. (Bild: Manuela Olgiati)

Museumspräsident Elmar Bissegger, Vorstandsmitglied Hansueli Zuberbühler und Feuerwehrkommandant Christian Büchi posieren bei der Motorspritze von 1926. (Bild: Manuela Olgiati)

Zur Eröffnung der neuen Ausstellung «Die Feuerwehr im Wandel der Zeit» nimmt Ivo Wismer vom Feuerwehrzweckverband Matzingen-Stettfurt die erste Motorspritze von 1926 in Betrieb. Sauber gereinigt hat Hansueli Zuberbühler vom Museumsvorstand auch den Schlauchwagen aus früher Zeit.

Viele Feuerwehrangehörige und ehemalige Feuerwehrmänner sind unter den rund 30 Gästen in Matzingen. «Die Feuerwehr hat uns mit Raritäten ausgeholfen», sagt Elmar Bissegger, der Präsident des Matzinger Dorfmuseums.

Sie rennt hin, wenn alle wegrennen

Die Feuerwehr versammelt Helden. Sie rennt hin, wenn alle weglaufen. Eine Institution, die bei Kindern und Erwachsenen eine hohe Anerkennung geniesst. So auch in Matzingen, wo sich heute über 80 Feuerwehrleute für den Schutz der Bevölkerung einsetzen.

Im lauschigen Garten vor dem Museumseingang spricht Feuerwehrkommandant Christian Büchi von der Faszination des Helfens. Heute verfügt die Feuerwehr über die modernsten Fahrzeuge und Geräte für rasche Löscheinsätze. Das mit den Hilfsmitteln war früher anders. Büchi sagt:

«Schon als kleiner Bub hat mich die Ausrüstung meines Vaters beeindruckt.»

Anekdoten seien ihm deshalb selber in bester Erinnerung, als die Feuerwehrleute noch mit dem Velo zu den Standorten fuhren. Einmal entdeckte der Bub Christian Büchi als erster ein Feuer und alarmierte den Hausbesitzer. Von spektakulären Fällen berichtet auch der ehemalige Feuerwehrkommandant Johann Müller während seiner Aktivzeit zwischen 1975 bis 1983. Viele erinnern sich auch an den Brand von 1964 in der Sägerei Bischof.

Nicht nur die Uniformen veränderten sich mit der Zeit

In den Museumsräumen werden allerlei Gerätschaften gezeigt. Zur Feuerwehr gehört natürlich die Uniform, die sich mit den Jahren veränderte. Den Museumsvorständen ist es mit dieser Ausstellung gelungen, den Bezug zur aktuellen Feuerwehr herzustellen. Infotafeln orientieren über die Wasserversorgung auf dem Gemeindegebiet.

Geöffnet ist die Sonderausstellung in der Regel am ersten Sonntag im Monat. Das nächste Mal am 11. August.