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Interview

Abtretender Schulpräsident Matzingen: «Ich wollte das Amt abgeben, bevor ich 70 werde.»

Während sechs Jahren präsidierte Erwin Spring die Primarschule Matzingen, bis er das Amt Ende des abgelaufenen Schuljahres an seine Nachfolgerin Christina Burgermeister übergeben hat. Jetzt blickt der 69-Jährige mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurück auf seine Amtszeit.
Samuel Koch
Erwin Spring, Präsident Primarschule Matzingen (2013–2019). (Bild: Samuel Koch)

Erwin Spring, Präsident Primarschule Matzingen (2013–2019). (Bild: Samuel Koch)

Welches Auge überwiegt, das weinende oder das lachende?

Erwin Spring: Eindeutig das lachende. Ich durfte das Amt in mir bekannte und kompetente Hände übergeben und weiss, dass damit eine gesunde Kontinuität gewährleistet ist. Die Ruhe und Gelassenheit, die ich in den teils hektischen Schulbetrieb gebracht habe, werden bestehen bleiben. Auch in der Behörde konnte ich eine ausgezeichnete Zusammenarbeit etablieren, die von Offenheit, Transparenz und gegenseitigem Vertrauen geprägt ist.

Warum haben Sie das Präsidium mitten in der Legislatur abgeben wollen?

Als ich das Amt übernahm, war für mich klar, dass ich es wieder abgeben will, bevor ich 70 Jahre alt werde. Nun bin ich 69 und mir schien es vernünftiger, jetzt aufzuhören als ein Jahr vor den Ersatzwahlen 2021.

Vor sechs Jahren definierten Sie als Ziel, der Gemeinde etwas zurückgeben zu wollen. Ist Ihnen das gelungen?

Ja, ich denke schon, dass ich dieses Anliegen umsetzen konnte, obwohl ich damals als Neuling ohne Behördenerfahrung eingestiegen bin. Dafür war mein Rucksack gefüllt mit Berufs- und Lebenserfahrung.

Welche Ereignisse bleiben bei Ihnen zurück?

Da kommt mir so einiges in den Sinn. Der Verkauf und Kauf von Liegenschaften sowie der Bau des neuen Doppelkindergartens waren sicher anspruchsvolle Projekte, die Zeit und Energie kosteten. Wichtiger aber waren mir die Einführung einer Schulsozialarbeiterin und der Aufbau der familienergänzenden Kinderbetreuung. Beides sind Projekte, die der Schulgemeinde zukünftig viel bringen werden, insbesondere wenn man das rasante Wachstum der Gemeinde und die veränderten Familienstrukturen anschaut.

Zudem steht die Schulgemeinde finanziell gut da.

Das ist auch den diversen Verkaufsaktivitäten zu verdanken. Deshalb konnten wir schliesslich den Steuerfuss senken.

Was bleibt Ihnen sonst in positiver Erinnerung?

Im Jahr 2014 haben wir gemeinsam mit den Lehrpersonen und dem Verwaltungspersonal ein Leitbild erarbeitet, das nun als Kompass für die Weiterentwicklung der Schule dient. Auch der Wechsel von den Doppelklassen zu den Jahrgangsklassen und zu den Stufenschulhäusern scheint mir bemerkenswert.

Nun sind Sie definitiv Rentner. Welche Ziele verfolgen Sie noch in Ihrem Leben?

Meine Frau und ich wollen vor allem für unsere Enkel da sein und reisen. Wir planen derzeit einen längeren Aufenthalt in Australien. Danach könnten für mich Freiwilligenarbeit wie etwa Fahrdienst oder die dargebotene Hand sowie Weiterbildungen in diverse Richtungen ein Thema werden.

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