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Massnahmen gegen den Fluglärm: Behördenorganisation Region Ost klatscht und mahnt

Die Behördenorganisation Region Ost, bei der auch 46 Thurgauer Gemeinden Mitglied sind, begrüsst, dass der Flughafen Zürich sein nächtliches Angebot nicht ausbauen darf. Es gibt aber auch Kritik.
Der Hinterthurgau kämpft seit Jahren gegen den Fluglärm. (Bild: Reto Martin)

Der Hinterthurgau kämpft seit Jahren gegen den Fluglärm. (Bild: Reto Martin)

Am Mittwoch kommunizierte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) Massnahmen, wie die Bevölkerung um den Flughafen Zürich besser vor Fluglärm geschützt werden soll. Konkret will die eidgenössische Luftfahrtbehörde dem Flughafen Zürich die Anzahl Landungen und Anzahl Starts in den späten Abendstunden auf dem heutigen Niveau einfrieren. Für die Landungen gilt das ab 21 Uhr, für Starts ab 22.20 Uhr. Auslöser dafür war das Fluglärmmonitoring 2016. Gemäss diesem kam es zwischen 22 und 24 Uhr zu «teilweise erheblichen Überschreitungen der zulässigen Lärmbelastung». Grund dafür waren offenbar Verspätungen am Abend, welche zu mehr Flugbewegungen zu später Stunde führten.

Eine weitere Forderung erfüllt

Die beschlossenen Massnahmen begrüsst die Region Ost. Dies schreibt die Behördenorganisation in einer Mitteilung. Bei der Region Ost sind 75 Gemeinden der Kantone Thurgau, St Gallen und Zürich organisiert, aus dem Thurgau sind es alleine 46 Gemeinden. Mit der Massnahme werde eine weitere Forderung erfüllt: Die neuen Schnellabrollwege ab Piste 28, die demnächst in Betrieb genommen wird, können vom Flughafen nicht zur Erhöhung der Kapazität, sondern primär zur pünktlichen Abwicklung der Landungen genutzt werden.

Der Flughafen hat keine Freude am Entscheid der Luftfahrtbehörde. Mit der Plafonierung würden die Entwicklungsmöglichkeiten beschnitten, hiess es am Mittwoch.

Nicht gänzlich zufrieden

Gänzlich zufrieden ist auch die Behördenorganisation nicht, wie diese in der Mitteilung weiter schreibt. Denn: Das Bazl will eine Neufestlegung der zulässigen Lärmbelastung in der Nacht prüfen. Die heutigen Vorgaben wurden 2015 «vom Bazl verbindlich festgelegt», schreibt die Region Ost. Sollte der zulässige Lärm neu festgelegt werden, befürchtet die Behördenorganisation, dass die Bevölkerung im Osten «stärker mit Lärm von spätabends landenden Flugzeugen belastet würde». Dagegen wehrt sich die Region Ost. Die Planungssicherheit der Gemeinden wäre «einmal mehr in Frage gestellt». Damit bekäme der Flughafen Zürich «fast schon einen Freipass für weitere Überschreitungen der zulässigen Lärmbelastung». Interessant sei gemäss Region Ost, dass der Flughafen Zürich im Gesuch für das Betriebsreglement 2017, das nach den Sommerferien öffentlich aufgelegt werden, gar keine Veränderung der Lärmkurve für die Nacht beantragt habe.

Über dem Hinterthurgau ist es ruhiger geworden

Der Kanton Thurgau betreibt im Hinterthurgau ein Fluglärmmonitoring. Von dort gab es zuletzt positive Nachrichten: Die Fluglärmsituation über der Region habe sich im Jahr 2017 entspannt, teilte der Kanton im April mit. So wurden in der «sensiblen» Nachtstunde zwischen 23 und 24 Uhr 22 Prozent weniger sogenannte Fluglärmereignisse als im Vorjahr gemessen. Die Messungen werden weitergeführt. So wird es möglich sein, die nun durch das Bazl verordnete Massnahme nachzuvollziehen. (seb.)

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