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Das Jagdhaus im Münchwiler Sutter-Park ist marode

Das Jagdhaus der Villa Sutter in Münchwilen ist über 130 Jahre alt. Mittlerweile zeigen sich tiefe Risse im Mauerwerk und die Säulen auf der Südseite haben sich gesenkt.
Christoph Heer
Riss in der Wand des Jagdhauses. (Bilder: Christoph Heer)

Riss in der Wand des Jagdhauses. (Bilder: Christoph Heer)

«Nach unseren Recherchen müsste das Jagdhaus so zwischen 1880 bis 1890 erbaut worden sein», weiss Architekt Ueli Bohnenblust. «Gleichzeitig nämlich mit der Villa Sutter am linken Murgufer. Diese Villa musste aber 1952 im Zuge der Sanierung der Frauenfelderstrasse abgebrochen werden.» Weiter erklärt er, dass sich dann Alfred Sutter seine neue Villa von der Hauptstrasse zurückversetzt hat bauen lassen.

Das kleine Gebäude blieb jedoch stehen und wurde vom Privatgärtner als Remise benutzt. «Dieses Jagdhaus ist als Kulturobjekt im Schutzplan eingetragen und im Hinweisinventar alter Bauten und Ortsbilder im Kanton Thurgau als wertvoll erfasst», sagt Bohnenblust weiter. Er verantwortet das Ressort Liegenschaften im Verein Villa Sutter.

Der bauliche Zustand des Jagdhauses ist bis heute stetig schlechter geworden, davon zeugen die unzähligen Risse im Mauerwerk. Diese sind unter anderem auf die Bewegungen im Untergrund und mangelnder Fundation zurückzuführen.

Renovation soll Zerfall stoppen

Für Gabriela Frei, erste Präsidentin des 2014 gegründeten Vereins Villa Sutter, ist klar, dass in absehbarer Zeit Renovationsarbeiten den weiteren Zerfall stoppen müssen. «Eine Sanierung macht für uns insbesondere darum Sinn, als dass wir das Jagdhaus einer neuen Nutzung zuführen können, aus denen schlussendlich Mieteinnahmen generiert werden können.» Allerdings sei dann der Einbau einer Toilette nötig, und weil das Häuschen keine Heizung besitzt, schwirrt die Idee einer kleinen Feuerstelle, im Hausinnern, in den Köpfen der Zuständigen herum. Zudem soll eine Wand herausgebrochen werden, damit aus den jetzt drei Räumen ein Grosser und ein Kleiner (eventuell als WC-Raum) werden.

Das Jagdhaus der Villa Sutter.

Das Jagdhaus der Villa Sutter.

Gabriela Frei betont, dass man sich schon länger mit dem maroden Jagdhaus befasst und auch etliche Ideen und Nutzungsmöglichkeiten geprüft hat. «Für eine Waldspielgruppe, für Familien- oder Vereinsanlässe, für Kurse, Vorlesungen oder Degustationsabende, man könnte darin viel Gutes verwirklichen», sagt Frei schwärmend.

Kostenteiler für 220000 Franken

Aus dem Jagdhaus soll keine Luxuskiste werden, betonte Ueli Bohnenblust am Montagabend, als das Haus ein erstes Mal in dieser Woche für die Bevölkerung offen stand. «Unsere geschätzten Kosten für die Renovation, die noch keinem zeitlichen Fenster zugeordnet werden kann, sehen 180000 Franken für die Fundation mit Pfählen und den Umbau inklusive Renovation vor. Dazu kommen 40000 Franken für den WC-Raum und den Einbau einer Teeküche.»

Die Finanzierung dieser 220000 Franken soll wie folgt sichergestellt werden: 90000 Franken kämen von der Alfred Sutter Stiftung, 10000 Franken von der Denkmalpflege Thurgau, und 120000 Franken müsste die Gemeinde genehmigen. Laut Gabriela Frei, die im kommenden April von ihrem Präsidentenamt zurücktritt und einen Nachfolger sucht, sei die Politische Gemeinde dem Projekt gegenüber wohlwollend gestimmt. «Schlussendlich sind wir aber auch auf die Unterstützung des Münchwiler Souveräns angewiesen.»

Hinweis
Am Sonntag von 10.30 bis 12 Uhr steht das Jagdhaus noch einmal offen. Informationen unter: www.villa-sutter.ch

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