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Marcel Hug wird Ehrenbürger von Pfyn

An der Gemeindeversammlung in Pfyn stand nicht der gute Rechnungsabschluss 2017 im Mittelpunkt, sondern die drei vergebenen Ehrenbürgerrechte.
Andreas Taverner
Gemeindepräsidentin Jaqueline Müller gratuliert Marcel Hug zum Ehrenbürgerrecht. (Bild: Andreas Taverner)

Gemeindepräsidentin Jaqueline Müller gratuliert Marcel Hug zum Ehrenbürgerrecht. (Bild: Andreas Taverner)

Obwohl im Schulhaus neben der Trotte die Schulevaluation durchgeführt wurde, konnte Gemeindepräsidentin Jacqueline Müller 76 von 1346 Stimmberechtigten begrüssen. Sie alle waren nicht wegen den sehr guten Zahlen der Rechnung 2017, sondern wegen Traktandum fünf: «Verleihung des Ehrenbürgerrechts an drei Personen» erschienen.

«Es ist ein ganz besonderes Traktandum», sagte Müller. Letztmals wurde ein Ehrenbürgerecht 1946 vergeben. In ihrer Laudatio stellte Jacqueline Müller an die Adresse von Margrith und Gusti Sidler gerichtet fest: «Sie sind ein Traumpaar, das sich ergänzt, so wie eine Symbiose. Sie beziehen die ganze Gemeinde mit ein.» Ihr Helfersyndrom ist sehr ausgeprägt, stellte Müller fest. Aber auch, dass beide nächstes Jahr 80 werden und seit 53 Jahren verheiratet sind, verriet sie den Anwesenden. Im persönlichen Rückblick erinnerte sie sich wie Gusti Sildler, sie getraut hat. «Er ist ein Multitalent», stellte Müller fest.

Die Retterin der Trotte und der Kanzlist

Ob er als Kanzlist auf der Gemeinde beim Ausfüllen der Steuererklärungen hilft, Jobs vermittelt oder neu Zugezogene in die Dorfgemeinschaft einführt, all dies und vieles mehr machte und macht Gusti Sidler noch immer. Nicht weniger Eindrucksvoll ist die Leistung von Margrith Sidler. Ob Schulgemeindepräsidentin, Pro-Senectute-Ortsvertreterin oder Initiantin, welche die Trotte vor dem Verfall rettete und zu dem Bijou machte, das es heute ist. Die Liste, so Müller, liesse sich fast unendlich ergänzen. «Ihr Erfolgsrezept ist, dass sie gleich ticken und deswegen unschlagbar sind.» In seiner kurzen Dankesrede meinte Gusti Sidler: «Ich habe nur meinen Job gemacht, Margrith überzeugte die Leute, ich war im Hintergrund tätig.» Seinem Frau erklärte: «Wenn man anderen eine Freude macht, kommt etwas zurück.»

Auch Marcel Hug wurde das Ehrenbürgerrecht verliehen. Müller erwähnte in ihrer Rede die vielen sportlichen Erfolge: Die beiden Goldmedaillen an den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro (Marathon und 800 Meter) und die am 27. Februar 2018 verliehene Auszeichnung in Monaco zum Behindertensportler des Jahres. Marcel Hug meinte bescheiden: «Ich habe mir überlegt, was ich sagen würde, wenn ich die Ehrenbürgerwürde erhalte. Doch mir fehlen die Worte.»

Anlass zur Freude gaben darüber hinaus die Zahlen der Rechnung 2017: Einem Aufwand von 5,7 Millionen Franken stehen Einnahmen von gut sechs Millionen Franken gegenüber. Der Gewinn von gut 300'000 Franken wird grösstenteils in die Vorfinanzierung der Mehrzweckhalle investiert. Höhere Steuereinnahmen, tiefere Sozialkosten und um 60000 Franken höhere Grundstückgewinnsteuern hätten zu diesem guten und erfreulichen Resultat beigetragen.

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