Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Interview

Manillio gastiert als einziger Act mit Thurgauer Wurzeln am Open Air Frauenfeld: «Das Leben ist verrückt»

Knapp ein Dutzend aller 61 Künstler, die am diesjährigen Open Air Frauenfeld auftreten, haben einen Schweizer Pass. Manuel Liniger alias Manillio ist der einzige mit Thurgauer Wurzeln. Der 32-jährige Rapper ist in Frauenfeld geboren und schaut voraus auf seinen Auftritt am Samstagnachmittag auf der grossen South-Stage-Bühne.
Samuel Koch
Manuel Liniger alias Manillio: Rapper mit Thurgauer Wurzeln. Bild: Mirjam Kluka/PD

Manuel Liniger alias Manillio: Rapper mit Thurgauer Wurzeln. Bild: Mirjam Kluka/PD

Mögen Sie Äpfel?

Manillio: Total gern, weil sie gut schmecken. Ausserdem sollen Äpfel auch ganz gesund sein.

Welchen Bezug haben Sie sonst noch zum Kanton Thurgau?

Aktuell arbeite ich in Kreuzlingen an meiner Musik und trete eben beim Open Air Frauenfeld auf. Nach meiner Geburt in Frauenfeld zog meine Familie aber bereits nach zwei Jahren über Winterthur nach Solothurn. Ich erinnere mich deshalb kaum an diese Zeit.

Sie sagten einmal, Sie fühlen sich irgendwie mit der Stadt Frauenfeld verbunden.

Ja, weil ich dort zur Welt gekommen bin. Wenn ich in Frauenfeld bin oder daran vorbeifahre, denke ich mir: «Ach ja, hier habe ich zum ersten mal geatmet.» Das Leben ist verrückt.

2008 traten Sie erstmals am Open Air Frauenfeld auf. Wie sind Ihre Erinnerungen an den damaligen Gig auf der Nebenbühne?

Zu dieser Zeit war das Festival noch kleiner als heute. Der Auftritt war ein Sprungbrett für mich. Ich erinnere mich an die schlauchförmige Zeltbühne und mein XXXL-T-Shirt.

Umso mehr muss es eine besondere Ehre sein, am Samstagmittag ab 13.30 Uhr auf der Hauptbühne auftreten zu können?

Natürlich!

Ich hoffe, die Leute kommen zu dieser Uhrzeit bereits aus ihren Zelten.

Vielleicht sollten wir während des Konzerts Kaffee ausschenken.

Bringen Sie auch Songs aus Ihrem neuen Album «Plus Minus» mit?

Nach all den Jahren ist es schwierig, eine Auswahl zu treffen. Aber nicht immer: Wir sind sehr stolz auf das aktuelle Album und haben entsprechend viel davon in der Setlist.

Was darf man von Ihrem Auftritt erwarten?

Eine Mundartrap-Show, wie man sie sonst noch nicht gesehen hat. Ich versuche weiterhin, Grenzen einzureissen und mich weiterzuentwickeln.

Welchen Stellenwert hat die Open-Air-Saison für Sie als Musiker?

Es macht grossen Spass. Für mich ist es schön, auch bei kleineren Festivals Headliner zu sein. Und wenn man kurzfristig die Möglichkeit bekommt, am Open Air St. Gallen zu spielen, sagt man natürlich nicht Nein.

Sie gelten als Partyrapper, politischer Zeitfingerrap, wie etwa von Eminem, ist nicht Ihr Ding. Warum nicht?

Ich sehe mich nicht als Partyrapper.

Wenn jemand einen Abstimmungsrap oder so macht, ist das leider meistens auch ein Schrei nach Promo.

So etwas mache ich nicht. In meiner Musik sind vielmehr meine Haltung und meine Grundwerte rauszuhören.

Rapper wie Greis oder Kool Savas sind angetan von Ihrer Musik. Was sagen Sie dazu?

Es ist speziell, wenn sich solche Kreise schliessen. Greis war und ist ein Vorbild. Ich erinnere mich gut, wie ich meiner Mama seine Texte «vorgerappt» habe. Nun machen wir seit zehn Jahren zusammen Musik und sind auch privat gute Freunde.

(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
Konzert von G-Eazy. (Bild: Andrea Stalder)Konzert von G-Eazy. (Bild: Andrea Stalder)
Konzert von G-Eazy. (Bild: Andrea Stalder)Konzert von G-Eazy. (Bild: Andrea Stalder)
Konzert von G-Eazy. (Bild: Andrea Stalder)Konzert von G-Eazy. (Bild: Andrea Stalder)
Konzert von G-Eazy. (Bild: Andrea Stalder)Konzert von G-Eazy. (Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
Konzert von Motrip & Ali As. (Bild: Reto Martin)Konzert von Motrip & Ali As. (Bild: Reto Martin)
Konzert von Motrip & Ali As. (Bild: Reto Martin)Konzert von Motrip & Ali As. (Bild: Reto Martin)
Konzert von Motrip & Ali As. (Bild: Reto Martin)Konzert von Motrip & Ali As. (Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
45 Bilder

Mit Sonnenbrille und Gummistiefeln: So trotzen die OAF-Besucher dem wechselhaften Wetter am zweiten Tag

Sie treten im August auch am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest auf. Was verbindet Sie mit der Tradition Schwingen?

Nicht viel, aber ich bin offen und freue mich, mir das Fest in Zug anzuschauen. Schliesslich bin ich dafür da, meine Songs zu spielen.

Beschreiben Sie sich als patriotischer Schweizer?

Nein. Patriotismus ist der Ursprung von zu vielen Problemen und Leid auf der Welt, damit will ich nichts zu tun haben.

Seit kurzem führen Sie in Bern mit Rap-Kollege Greis einen Second-Hand-Laden?

Wir mögen beide Mode und wollen etwas gegen Überfluss und Shoppingwahnsinn tun, auch gegen den eigenen.

Sie engagieren sich auch sonst für vieles. Was gibt Ihnen das?

Songwriting und Kreativität weitervermitteln zu können, macht mich glücklich.

Ich habe viel Energie investiert und viel gesehen. Es ist toll, etwas davon weiterzugeben.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit, von der Musik einmal abgesehen?

Ich gehe gerne mit meinem Hund in den Wald, mache Sport und treffe Freunde zum Essen. Eigentlich bin ich ganz langweilig.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.