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Manege frei für die Steys in Steckborn

Acht Monate lang tourte der Zirkus Stey dieses Jahr durch die Schweiz. Zuletzt machte er auf dem Parkplatz Feldbach in Steckborn Halt. Nebst vielen Kindern haben auch Kühe den Weg ins Zirkuszelt gefunden.
Maria Keller
«Haustier-Revue»: Beim Zirkus Stey stehen nicht Tiger, sondern Kühe im Scheinwerferlicht. (Bild: Bilder: Reto Martin)

«Haustier-Revue»: Beim Zirkus Stey stehen nicht Tiger, sondern Kühe im Scheinwerferlicht. (Bild: Bilder: Reto Martin)

Popcorngeruch, klebrige Zuckerwatte und strahlende Kinderaugen: Es ist der vorletzte Tag des Zirkus Stey in Steckborn, bevor sich die Artistenfamilie in die Winterpause verabschiedet. Danach gehen die Künstler erst im März 2019 wieder auf Tournee. Für einige ein Grund, sich auch um 14 Uhr nachmittags bei strahlender Sonne für drei Stunden ins Zirkuszelt zu setzen. Voll wird das Zelt längst nicht, doch für einen grossen Applaus zum Schluss reicht es aus.

Der Schweizer Traditionszirkus – der dieses Jahr seinen 250. Geburtstag feiert – bringt alte Klassiker und neue Überraschungen. Ponydressur, Trampolinshow und Trapezkünstlerin gehören ins Programm. Fast ironisch wirken die zwei Kühe, die Mia Stey in der Manege folgen wie brave Hündchen. «Haustier-Revue» nennt sich die Nummer. Ein Mädchen in der ersten Reihe weicht ängstlich zurück, als ihr eine Kuh zu nahekommt.

Auch Clown Berty darf wie jedes Jahr nicht fehlen. Er holt sich für seine Gags Hilfe aus dem Publikum und ein Zuschauer steht schliesslich dreimal mit ihm im Scheinwerferlicht. Irgendwann ist es genug – besonders für den unfreiwilligen Gehilfen – und der Mann wird wieder auf den Platz neben seiner Tochter entlassen, die ihre Begeisterung nicht zurückhalten kann. Ob Drahtseilakt oder Pferdedressur: Die Nummern werden live begleitet vom Stey-Orchester in der Loge oberhalb der Manege.

Der Zirkus ist ihre Leidenschaft

Das diesjährige Motto «Dä Zirkus für alli» hat zum Ziel, alle Generationen anzusprechen. Zwar scheint das Programm mehrheitlich die Kinder zu überzeugen, doch auch deren Eltern und Grosseltern müssen von Zeit zu Zeit schmunzeln oder staunen. Etwa wenn Miss Odilia auf ihrem Luftring in die Höhe schwingt. Otilia Gasca, wie die Künstlerin ausserhalb des Rampenlichts genannt wird, hat sich mit zehn Jahren zum ersten Mal auf ein Trapez gesetzt. Seither kommt die gebürtige Ungarin nicht von dem familiären Zirkusleben los. «Das Reisen, jeden Tag neue Leute und Gegenden kennenzulernen, immer etwas Neues zu sehen: Das ist es, was mich hier beim Zirkus hält. Die Arbeit macht mir Spass, egal wie oft wir performen», sagt die Artistin.

In der Pause verkauft sie den Eltern Wein und Cüpli, während die Kinder in der Manege für das Ponyreiten anstehen. Nach der Halbzeit sorgen die Büsis von Miss Fatima, ein humorvoller Sketch und eine Laser-Lightshow für Unterhaltung. Das Fazit einer Besucherin: «Meine Kinder hatten eine Riesenfreude. Alleine wäre ich nicht gekommen, aber als Familienausflug finde ich den Zirkus hin und wieder einmal passend.»

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