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Mammern will auch nach dem 25-Jahr-Jubiläum eigenständig bleiben

Vor 25 Jahren spaltete sich die Unterseegemeinde politisch von Steckborn ab und organisiert sich seither selbst. Diese Errungenschaft soll weiter bestehen, meint Hansjörg Lang. Am Samstag feiert die politische Gemeinde ihr 25-jähriges Bestehen.
Samuel Koch
Die 648-Seelen-Gemeinde am Untersee aus der Vogelperspektive. (Bild: Olaf Kühne)

Die 648-Seelen-Gemeinde am Untersee aus der Vogelperspektive. (Bild: Olaf Kühne)

Mehr als das halbe Dorf kommt diesen Samstag der Einladung der politischen Gemeinde nach. 350 Einwohnerinnen und Einwohner von aktuell 648 Mammermer haben sich angemeldet. Einige der Gäste kämen zwar auch aus den umliegenden Gemeinden. «Es ist aber doch sehr schön, wie viele auch aus dem Dorf dem Einladungsschreiben folgen», sagt Gemeindepräsident Hansjörg Lang. Nach dem Apéro um 11.30 Uhr sitzen die Gäste an einem langen Tisch in der Bahnhofstrasse und speisen einen Dreigänger. Zubereitet wird dieser von Christina Schäfer, ehemalige Köchin des Restaurants Adler und von Berufsschulkochlehrer Andreas Trachsel.

Weitere Grossprojekte nur im Alleingang möglich

Der Anlass «Mammern am langen Tisch» gilt als Hauptfestakt des 25-Jahr-Jubiläums der politischen Unabhängigkeit der Unterseegemeinde. Bereits im März gab es eine Podiumsdiskussion, im August folgt die Einweihung des neuen Badi-Hüsli und im September findet im Schützenhaus ein Schiesswettbewerb statt. Auf diesen Samstag freut sich Lang aber schon, seit eine Kommission um die Gemeinderätinnen Monika Ribi Bichsel, Christel Hasert und vereinzelte Einwohner die Idee für den Anlass hatte. Und vor allem ist er gespannt auf die Darbietung seines Sohnes David. «Er hat extra für unser Jubiläum einen Song komponiert», sagt Lang. Ausserdem freut er sich auf die vielen Gespräche mit der Bevölkerung.

«David Lang hat extra für unser 25-Jahr-Jubiläum einen Song komponiert.»
Hansjörg Lang, Gemeindepräsident Mammern

Dass die Gemeinde ihr 25-Jahr-Jubiläum überhaupt feiern darf, verdankt sie einer Abstimmung im Grossen Rat von 1992, die hauchdünn ausging. «Es war ultra-knapp mit 55 gegen 53 Stimmen», erinnert sich Hansjörg Lang, der damals selbst im Kantonsrat sass. Nach der Abspaltung von der Munizipalgemeinde Steckborn integrierte das Dorf Wasser- und Elektra-Kooperationen oder die Schulgemeinde, setzte Bauprojekte wie den neuen Bahnhof-Wartesaal, den Landesteg, den Schulhaus-Neubau oder aktuell das Badi-Hüsli um. «Das waren und sind alles wichtige Bauprojekte, zu denen unsere Einwohner zurecht Ja gesagt haben», meint Lang. In Mammern wolle niemand eine Fusion mit einer anderen Gemeinde. «Gerade Bauprojekte sind verglichen mit dem Budget jeweils grosse Schuhnummern», sagt er. Beim Badi-Hüsli etwa bewilligten die Stimmbürger 425000 Franken, bei einem Gesamtbudget von rund 3,5 Millionen Franken. «Solche Kredite wären mit der zusätzlich nötigen Absegnung anderer Stimmbürger nicht mehr möglich», sagt Lang.

Eine Zusammenarbeit höchstens mit Eschenz

Steckborn sei als Stadt ohnehin zu gross. «Wenn eine Zusammenarbeit, könnte das höchstens noch mit Eschenz sein», sagt Lang, der seine Gemeinde als selbstständig, die Einwohner als unkompliziert und das Dorf mit einem grossen Zusammenhalt beschreibt. Nächsten Mai ist für den Landarzt nach zwei Legislaturen voraussichtlich Schluss mit dem Amt als Gemeindepräsident. Wer seine Nachfolge übernimmt, werde eine Wählerversammlung im November zeigen. Jetzt freut er sich aber zuerst auf die bevorstehenden Festivitäten, in der kleinsten noch eigenständigen Gemeinde am Untersee.

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