Werkbetriebe Matzingen suchen einen neuen Präsidenten

Mario Maldini leitete die Werkbetriebe Matzingen bis Ende 2018. Dann trat er unerwartet zurück.

Christof Lampart
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Markus Bischof, Vizepräsident der Werkbetriebe Matzingen, leitete die 182. Dorfgemeindeversammlung. (Bild: Christof Lampart)

Markus Bischof, Vizepräsident der Werkbetriebe Matzingen, leitete die 182. Dorfgemeindeversammlung. (Bild: Christof Lampart)

Mario Maldini konnte am Montagabend nicht befragt werden – blieb er doch der gut besuchten Veranstaltung im Matzinger Mehrzweckgebäude entschuldigt fern. Die 182. Dorfgemeindeversammlung wurde vom Vizepräsidenten der Werkbetriebe Matzingen, Markus Bischof, geleitet.

Bischof verlor während der Versammlung nur wenige Worte über den für viele doch sehr überraschenden Rücktritt Maldinis. Nur so viel:

«Unser Präsident hat am 31. Dezember 2018 aus persönlichen Gründen den Rücktritt gegeben. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir im Jahr 2020 wieder einen neuen Präsidenten vorstellen können. Wir sind diesbezüglich in guten Gesprächen.»

Eine eigene Kandidatur schloss Bischof aber vor den 63 Stimmberechtigten aus.

Rege Bautätigkeit «In der Rechnung spürbar»

Erfreulich zulegen konnten die Werkbetriebe Matzingen, welche die Bereiche Strom, Wasser und Gas umfassen, bei allen Anschlüssen. Im Rechnungsjahr 2017/2018 kamen 67 Elektrizitäts-, 19 Wasser- und drei Gasanschlüsse hinzu, sodass das Matzinger Werksnetz nun insgesamt 2541 Anschlüsse umfasst.

«Wir spüren da schon auch die rege Bautätigkeit in Matzingen»

konstatierte Bischof. Sowohl die Rechnungen sämtlicher Werke für das Jahr 2018/2019 als auch das Budget fürs Jahr 2018/2019 wurden von der Versammlung einstimmig und diskussionslos genehmigt.

Deutlich mehr Wasser verkauft

Beim Wasserverkauf machte sich der Jahrhundertsommer 2018 bemerkbar: Waren fürs 2018 370'000 Franken budgetiert, so resultierte am Ende ein Mehrertrag von 173'000 Franken, nämlich 543'000 Franken. Die Verlustquote beim Wassertransport von der Quelle bis zum Wasserhahn von 8,5 Prozent sei zwar ärgerlich, aber im Bereich des Normalen. Kritisch werde es erst ab einer Verlustquote von elf Prozent.

Dass die Werke Matzingen die Einwohner im Sommer 2018 dazu aufgefordert hatten, aufs Rasensprengen zu verzichten, hänge nicht mit zu wenig vorhandenem Wasser, sondern mit einer zu geringen Leistung des Pumpwerkes zusammen.

«Wir können aktuell nicht so viel Wasser ins Reservoir pumpen, wie wir brauchen könnten. Wenn das Pumpwerk erneuert wird, schauen wir an, was wir diesbezüglich machen können. Allerdings können wir nicht beliebig pumpen – was auch mit bestehenden Wasserkonzessionen zu tun hat»

erklärte Betriebsleiterin Susi Meier.

400'000 Franken an Investitionen vorgesehen

Während beim Gas für den Zeitraum 2018/2019 keine Projekte und somit Investitionen geplant sind, sind fürs Wasser und die Energie je 200'000 Franken budgetiert. In diesem Geschäftsjahr sollen beim Strom die Rohranlagen im Gebiet Ziegelhütte fertiggestellt werden; diese sollen der Versorgungssicherheit dienen.

Ebenso wird noch die Ringleitung von der Trafostation Spinneren zur Trafostation Breiti durch das Einziehen eines Mittelspannungskabels fertiggestellt. Beim Wasser wird im Jahr 2019 der lang geplante Umbau des Pumpwerks wohl die gesamte Investitionssumme beanspruchen.