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Lupe über Eschikofen, Hüttlingen und Mettendorf

Die Gemeinde Hüttlingen hat die Bevölkerung über die neue Ortsplanung informiert. Die minimale Dorfentwicklung und die optimale Nutzung von Dorf- sowie Wohnzonen stehen im Fokus.
Manuela Olgiati
Blick über das Thurtal mit Hüttlingen (im Vordergrund) und Mettendorf. (Bild: Donato Caspari)

Blick über das Thurtal mit Hüttlingen (im Vordergrund) und Mettendorf. (Bild: Donato Caspari)

Der Schwerpunkt der Entwicklungsmöglichkeiten liegt in Mettendorf und Hüttlingen. «Entwicklung ist möglich», sagte Hanspeter Woodtli, Projektleiter der Strittmatter Partner AG aus St. Gallen. Das Raumplanungsbüro führt die Revision der Ortsplanung durch.

Sämtliche Planungsinstrumente wurden im Rahmen der künftigen kantonalen Vorgaben überarbeitet. Diese verlangen, dass die Entwicklung bei Gemeinden im Kulturraum hauptsächlich nach innen gelenkt wird.

Die Gemeinde Hüttlingen hatte die Bevölkerung bereits im August 2016 zu einem informativen Workshop eingeladen. Die Bedürfnisse wurden zusammengetragen und abgeschlossen. Am Informationsanlass vom vergangenen Samstagmorgen informierte Hanspeter Woodtli über die Anpassungen, die der Gemeinderat vorgenommen hat.

Rund 40 Einwohner erhielten Antworten auf Fragen. Aus Harenwilen kamen welche nach Scheunen und Ställen, die einen beachtlichen Teil der erhaltenswerten Siedlungen ausmachen. Die Innenentwicklung in Dorfzonen könnte nämlich mit dem Um- oder Ersatzbau von nicht mehr genutzten Ökonomiebauten gefördert werden.

Drei Dorfkerne als Entwicklungsgebiete

Die Dorfkerne von Eschikofen, Hüttlingen und Mettendorf werden vom ursprünglichen landwirtschaftlichen Charakter geprägt. «Trotz der eher dichten Siedlungsstruktur zeigen diese grosses Entwicklungs- und Umnutzungspotenzial innerhalb der bestehenden Gebäudevolumen», sagte Woodtli.

Am Dorfrand von Hüttlingen gebe es aus ortsplanerischer Sicht zwei geeignete Entwicklungsgebiete. Der westliche Teil soll im neuen Zonenplan dem Baugebiet zugewiesen werden. Der östliche Teil wird als Entwicklungsreserve im Richtplan bezeichnet und kann frühestens nach 2040 zu Baugebiet werden.

Florian Ibig, Gemeindepräsident. (Bild: Reto Martin)

Florian Ibig, Gemeindepräsident. (Bild: Reto Martin)

Von der «Knotenaufwertung» sprach Woodtli beim Einmündungsbereich der Bahnhofstrasse in die Hauptstrasse in Mettendorf. Dieser sei überdimensioniert, unattraktiv, insbesondere für den Langsamverkehr und in seiner Gestaltung nicht den angrenzenden Nutzungen angepasst. Der Strassenraum soll den aktuellen Bedürfnissen und den Ansprüchen an das Siedlungsgebiet entsprechend gestaltet werden.

Eine weitere Frage am Infomorgen betraf eine Freihaltezone. Diese umfassen Gebiete, in welchen nicht gebaut werden darf, zum Beispiel entlang eines Bachlaufs, der durch ein Grundstück führt. Gemeindepräsident Florian Ibig sagte:

«Beim Landkauf wird deshalb ein Mischpreis vereinbart.»

Hanspeter Woodtli ergänzte, dass Bauland innerhalb der gesetzlichen Bachabstände baulich nicht genutzt werden kann. Zur Frage der Intensiv-Landwirtschaftszone hielt Ibig fest, dass diese nicht auf Vorrat ausgeschieden werden kann. Dafür soll ein umfassendes Betriebskonzept vorliegen, um den tatsächlichen Bedarf zu prüfen.

Abstimmung an der Bechtelisgemeinde

Die historischen Wege und Fundstellen stützen sich auf das kantonale Inventar ab. In der bestehenden Nutzungsplanung werden sie als archäologische Schutzzonen bezeichnet. Ob die Gemeinde auch Absichten hat, Bauland einzuzonen, lautete eine weitere Frage aus dem Plenum. Ibig sagte dazu:

«Über die neu ausgeschiedene Bauzone hat die Gemeinde zur Sicherung der Verfügbarkeit einen Kaufrechtsvertrag abgeschlossen, dies entspricht aber keiner Enteignung.»

Noch bis 6. Dezember können zum kommunalen Richtplan Einwendungen erhoben und zu Baureglement und Zonenplan Einsprachen eingereicht werden. Alle Unterlagen sind bis dato auf der Gemeindeverwaltung aufgelegt. An der Bechtelisgemeindeversammlung soll das Stimmvolk über das Baureglement und den Zonenplan abstimmen. Der Richtplan wird vom Gemeinderat festgesetzt.

Die Bechtelisgemeindeversammlung findet am Samstag, 5. Januar 2019, in der Mehrzweckhalle Hüttlingen statt.

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