Frauenfeld: Lokales Brot gegen globalen Hunger

Erneut sammelt die Ökumenische Zusammenarbeit in der Fastenzeit für jene, die es im Leben nicht so leicht haben. Bei der 50. Jubiläumsaktion stehen Frauen und die Armut in Guatemala im Zentrum.

Tizian Fürer
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Die Organisatoren der Aktionen während der Fastenzeit: Christof Kaiser, Alex Hutter, Rosmarie Macher, Eva, René Oettli und Vreni Dietemann. (Bild: Tizian Fürer)

Die Organisatoren der Aktionen während der Fastenzeit: Christof Kaiser, Alex Hutter, Rosmarie Macher, Eva, René Oettli und Vreni Dietemann. (Bild: Tizian Fürer)

«Doch guter Menschen Hauptbestreben ist, andern auch was abzugeben», reimte bereits Wilhelm Busch. Genau auf diese Menschen hoffen die Organisationen Brot für alle und Fastenopfer. Der Zusammenschluss eines Katholischen und eines Evangelischen Hilfswerks feiert heuer 50-jährige Ökumenische Zusammenarbeit. Doch die Ziele sind gleich geblieben: «Wir wollen die Öffentlichkeit sensibilisieren und darauf aufmerksam machen, dass es immer noch 800 Millionen Menschen gibt, welche auf der Südhalbkugel in Armut leben», sagt Christof Kaiser von der Katholischen Kirchgemeinde.

«Die Fastenzeit gibt uns die Gelegenheit, die Augen zu öffnen für die Heldinnen des Alltags in unserer Mitte»

Wie auch in den vergangenen Jahren wird es wieder mehrere öffentliche Veranstaltungen und Aktionen geben, welche die Menschen zum Nachdenken wie auch zum Handeln bewegen sollen. Die Organisatoren bieten auch mehrere Möglichkeiten zu spenden für jene, die nicht an den Veranstaltungen teilnehmen können. Am Samstag 30. März, verkaufen Schüler beispielsweise Rosen in der Stadt. Der Erlös von 5 Franken pro Blume fliesst in die Kasse der Fastenzeit-Aktionen. Auch drei lokale Bäckereien zeigen Engagement: Während der Fastenzeit können die Frauenfelder bei «Stähli», «Truniger» und «Sonne-Beck» ihr gewohntes Brot mit einem Aufpreis von 50 Rappen kaufen, welcher ebenfalls gespendet wird.

Die Aktion des Jubiläumsjahres hat einen klaren Fokus: die Frauen. «Gemeinsam für starke Frauen – Gemeinsam für eine gerechte Welt» lautet auch das diesjährige Motto. «Die Fastenzeit gibt uns die Gelegenheit, die Augen zu öffnen für die Heldinnen des Alltags in unserer Mitte», sagt Christof Kaiser.

Ganz im Zeichen der Maya

Auch auf Guatemala sei das Augenmerk gerichtet. Durch riesige Monokulturen von Palmöl und Zuckerrohr bedroht die Regierung die Felder der indigenen Bevölkerung. Beschwerden seitens der Maya werden mit massiver Polizeigewalt und Kriminalisierung der Menschenrechtsvertreter beantwortet. Das Ziel dieses Projektes ist, die Menschenrechte, welche auch so in der Verfassung stehen, einzufordern.

Zwingli kam nach Frauenfeld

«Zwingli» lockt die Zuschauer in die Kinos der ehemaligen Gemeinen Herrschaft Thurgau. Im Film ist es kein Thema, doch Zwingli spielte auch bei der Thurgauer Reformation eine Rolle.
Thomas Wunderlin