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Lokale Kunden haben in Münchwilen Vorrang - Gemeinde verkürzt Parkzeit

Münchwilen geht gegen Dauerparkierer in Bahnhofsnähe vor. Auch Sirnach und Eschlikon kennen das Problem.
Olaf Kühne
Die Weinfelderstrasse in Münchwilen ist wegen Belagsarbeiten derzeit autofrei. Künftig gilt hier eine Parkzeitbeschränkung auf zwei Stunden. (Bild: Nicola Ryser)

Die Weinfelderstrasse in Münchwilen ist wegen Belagsarbeiten derzeit autofrei. Künftig gilt hier eine Parkzeitbeschränkung auf zwei Stunden. (Bild: Nicola Ryser)

Es ist bequem und verlockend: Mit dem Zug in die Stadt zur Arbeit fahren und währenddessen das Auto den ganzen Tag in der Nähe des Bahnhofes stehen lassen. Am liebsten natürlich gratis. Was manche Hinterthurgauer gerne praktizieren, ist für das lokale Gewerbe und dessen Kundschaft ein Problem.

«Kaum jemand hält sich daran, und kontrolliert wird auch höchst selten.»

In Münchwilen ist derzeit die Weinfelderstrasse Gegenstand behördlicher Umtriebe. Im kantonalen Amtsblatt ist eine Verkehrsanordnung publiziert, mit welcher die Gemeinde das «Parkieren mit Parkscheibe maximal 2 Stunden» durchsetzen will. Zwar sind die weissen Parkfelder auf der Weinfelderstrasse, welche unmittelbar auf Höhe der Bahnhaltestelle in die Wilerstrasse mündet, bereits jetzt mit einer maximalen Parkzeit von vier Stunden signalisiert.

Gemeindepräsident Guido Grütter sagt aber: «Kaum jemand hält sich daran, und kontrolliert wird auch höchst selten.» Und so gebe es im Dorfzentrum des Bezirkshauptortes ein erfreuliches Angebot an Detailhändlern und anderen Dienstleistern, aber allzu oft keine freien Parkplätze für deren Kunden.

Mit dieser Problematik steht Münchwilen im Hinterthurgau nicht alleine da. Nachdem die SBB begonnen hatten, die Parkplätze am Bahnhof Sirnach zu bewirtschaften, wichen pendelnde Dauerparkierer auf die zahlreichen kostenlosen Parkplätze in der Bahnhofsumgebung aus. Der Gemeinderat wollte das Problem mit blauen Zonen lösen. Das hierfür erforderliche neue Parkplatzreglement wurde an der Gemeindeversammlung im Mai 2016 jedoch nach einstündiger Debatte knapp versenkt.

Parkuhren und Parkverbote in Eschlikon

Ein paar Jahre länger schon hält die Thematik die Gemeinde Eschlikon auf Trab. Bereits um die Jahrtausendwende wurden um den Bahnhof Ticketautomaten aufgestellt. «Auf beiden Seiten galten die gleichen Tarife», blickt der für den öffentlichen Verkehr zuständige Gemeinderat Bernhard Braun zurück, «wobei die Gelder auf der Nordseite in die Kasse der SBB fliessen, jene auf der Südseite in die Gemeindekasse geflossen sind.» Diese sogenannten «Park&Ride»-Parkplätze hat die Gemeinde im vergangenen Winter im Zuge des Umbaus des Bushofes Süd wieder aufgegeben. Ein Behinderten-Parkplatz blieb, ebenso zwei 15-Minuten-Parkplätze. «Park&Ride wurde auf der Nordseite konzentriert und so der Suchverkehr reduziert», sagt Braun.

Nägel mit Köpfen machte die Gemeinde auch an der nahen Mettlenstrasse. Diesen Frühling verordnete sie dort ein Parkverbot, weil «Gebührenvermeider» – unter anderem –den Schulweg gefährdet hatten.

«Das Ganze hat sich so für die Gemeinde und die SBB bewährt», resümiert Braun.

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