Leucom Schlatter investiert in Frauenfeld 7,5 Millionen Franken

Nach dem verheerenden Brand an der Hungerbühlstrasse im Oktober vor einem Jahr baut die Telekommunikationsfirma nun ein neues Betriebsgebäude mit 60 Arbeitsplätzen.

Stefan Hilzinger
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Firmenchef Markus Schlatter schreitet mit dem Bagger zur Tat, beobachtet vom Firmenkader und von Bauleuten. (Bild: Stefan Hilzinger)

Firmenchef Markus Schlatter schreitet mit dem Bagger zur Tat, beobachtet vom Firmenkader und von Bauleuten. (Bild: Stefan Hilzinger)

Im Oktober vor einem Jahr brannte es an der Hungerbühlstrasse im Westen Frauenfelds lichterloh. Der Brand vernichtete Material und Gerätschaften – und 35 Angestellte der Telekommunikationsfirma Leucom Stafag machte er obdachlos. 

«Der Brand war für uns der zwangsläufige Anstoss, den Neubau um so rascher an die Hand zu nehmen», sagt Firmenchef Markus Schlatter. Im Januar konnte seine Firma das Land an der Galgenholzstrasse bei der Kleinen Allmend vom EKT erwerben.

Mittlerweile gegen hundert Angestellte

Seit Mittwoch sind die Arbeiten am Neubau eines Betriebsgebäude in Gange. Bis Ende 2019 soll das fünfstöckige Gebäude bezugsbereit sein. Nicht allein der Brand war Auslöser für die Investition von 7,5 Millionen Franken, sondern auch das stetige Wachstum der Firma, sagt Markus Schlatter. Mittlerweile beschäftigt die Leucom-Gruppe gegen hundert Mitarbeiter, die meisten davon in Frauenfeld. Zu den Verkaufstützpunkten in Zürich und St. Gallen soll in diesem November auch eine Filiale in Amriswil kommen.

«Die Platzverhältnisse an unserem Hauptsitz an der Zürcherstrasse sind eng», sagt Schlatter. In den Neubau werden nicht nur die derzeit provisorisch untergebrachten Mitarbeiter umziehen, sondern auch Teile der Belegschaft am Hauptsitz. «Dort können wir zwei umgenutzte Wohnungen wieder dem eigentlichen Zweck zuführen», sagt Schlatter. Ausser Büros für die Monteure und die Administration gibt es eine Lagerhalle und Platz für den Fuhrpark der Firma.

Digitales Fernsehen schreit nach Speicherplatz

Den Bau hat der Frauenfelder Architekt Dölf Langhans entworfen. Das Gebäude schafft nicht nur Arbeits- und Lagerflächen, sondern auch Platz für Computerserver. Im Technikraum im Keller hat es Platz für eine bis zu 80 Millionen Gigabyte grosse Datenspeicheranlage. «Replay-TV und Speicherfunktionen im Digital-TV verlangen laufend nach mehr Speicherplatz», sagt Schlatter.