Der Jugendtreff der Gemeinden Matzingen, Stettfurt und Thundorf muss noch eine letzte Hürde vor der Zielgeraden nehmen

Der Stettfurter Gemeinderat bringt den erforderlichen Landkauf für den gemeinsamen Jugendtreff mit Matzingen und Thundorf am 3. Dezember an die Gemeindeversammlung.

Olaf Kühne
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Stimmen die Stettfurter Stimmbürger am 3. Dezember dem Landerwerb zu, entsteht 2021 auf dem Parkplatz der Badi «Am Sonnenberg» (vorne rechts) der neue Jugendtreff.

Stimmen die Stettfurter Stimmbürger am 3. Dezember dem Landerwerb zu, entsteht 2021 auf dem Parkplatz der Badi «Am Sonnenberg» (vorne rechts) der neue Jugendtreff.

(Bild: Olaf Kühne)

Die passende Sportmetapher für den gemeinsamen Jugendtreff der Gemeinden Stettfurt, Matzingen und Thundorf lautet: Er biegt in die Zielgerade ein. Indes steht vor dieser Zielgeraden noch eine Hürde. An der Gemeindeversammlung vom 3.Dezember stellt der Stettfurter Gemeinderat einen Kreditantrag über 370'000 Franken.

Damit will die Behörde einerseits 2020 Quadratmeter Land erwerben. 298'000 Franken sind hierfür eingesetzt. Der Rest ist für eine Teilerschliessung der Parzelle mit Werkleitungen eingeplant.

Markus Bürgi Gemeindepräsident Stettfurt

Markus Bürgi
Gemeindepräsident Stettfurt

(Bild: Samuel Koch)

Ein fixer Neubau auf dem Kiesparkplatz südöstlich der Badi «Am Sonnenberg» ist indes noch nicht vorgesehen. «Mit dem gemeinsamen Jugendtreff wollen wir kommendes Jahr als fünfjähriges Pilotprojekt starten», erklärt der Stettfurter Gemeindepräsident Markus Bürgi auf Anfrage unserer Zeitung. «Wir wollen deshalb vorerst mit Wohncontainern arbeiten.»

Wunsch aus Zukunftskonferenz 2017

Geht der Jugendtreff dereinst in Betrieb – voraussichtlich im Spätsommer 2021 –, erfüllt sich ein Wunsch, welchen Jugendliche aus den Gemeinden Matzingen, Thundorf und Stettfurt einst im Rahmen einer gemeinsamen Zukunftskonferenz vor nunmehr drei Jahren geäussert haben. In der Folge wurde die Projektgruppe «Jugend am Sonnenberg» unter der Leitung des Stettfurter Gemeinderates Ueli Bachofen ins Leben gerufen. Im vergangenen August dann lud die Gruppe die Bevölkerung aus allen drei Gemeinden zum Workshop ein. Dessen überwiegend erwachsene Teilnehmer diskutierten kontrovers die Frage, wie viele Regeln und Kontrollen so ein Jugendtreff denn braucht. Einig war man sich hingegen darin, dass die Einrichtung eine gute Akzeptanz in der ganzen Bevölkerung braucht. So soll denn auch kein autonomes Jugendzentrum entstehen. Vielmehr ist eine Sozialarbeiterin mit 50 bis 70 Stellenprozenten vorgesehen. Deren Lohn, wie überhaupt die Kosten für den ganzen Jugendtreff teilen sich die drei involvierten Gemeinden anhand ihrer jeweiligen Einwohnerzahlen.

Keine Sorgen müssen sich auch Badibesucher machen, die mit dem Auto kommen. Zwar sollen die Wohncontainer auf dem Kiesparkplatz aufgestellt werden. Markus Bürgi sagt aber:

«Die Anzahl Parkplätze werden wir erhalten, wir verlegen sie bloss.»