Kommentar

Leitplanken zeigen den Weg für die Zukunft der Motocross-WM im Thurgau

Wie soll es weitergehen mit dem Motocross-Grand-Prix (MXGP) of Switzerland in Niederwil bei Frauenfeld? Übers Wochenende hat der MXGP-Veranstalter zum dritten Mal mit einem gut organisierten Anlass rund 30'000 Besucher aus aller Welt angelockt. Dieser Grossanlass muss im Thurgau auch in Zukunft möglich sein, meint TZ-Redaktor Samuel Koch.

Samuel Koch
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Samuel Koch, Redaktor Ressort Frauenfeld & Untersee.

Samuel Koch, Redaktor Ressort Frauenfeld & Untersee.

Klar, das Wetter als Klumpenrisiko war den Veranstaltern bislang immer hold. Schattenseiten wie Mehrverkehr, Lärm oder Umweltbelastung lassen sich bei einem Anlass mit Weltformat nicht wegdiskutieren. Dank der stets verbesserten Zusammenarbeit mit den Behörden und einem stetig wachsenden Regelwerk lassen sich die Negativfolgen aber minimieren.

Und die Sonne überstrahlt vieles. Jährlich rund vier Millionen Franken Wertschöpfung für die Region, Unternehmen in der Gegend erhalten Aufträge, vom touristischen Werbeeffekt für den Kanton ganz zu schweigen. Von Südamerika über die Beneluxstaaten bis nach Indonesien verfolgten weltweit Millionen Menschen die Rennen im beschaulichen Niederwil.

Die Umweltverbände sind mit dem Entscheid der Regierung für ein ordentliches Baubewilligungsverfahren glücklich. Den oppositionellen Anwohnern sei entgegnet, dass für einen zweitägigen Anlass mehr Toleranz erforderlich ist.

Nun steht die Zukunft des MXGP auf der Kippe und eine Lösung muss innert der nächsten drei Monate bis zum FIM-Kongress Anfang Dezember in Andorra vorliegen. Die Umweltverbände sind mit dem Entscheid der Regierung für ein ordentliches Baubewilligungsverfahren glücklich. Den oppositionellen Anwohnern sei entgegnet, dass für einen zweitägigen Anlass mehr Toleranz erforderlich ist. Die Behörden müssen eine Bewilligung innerhalb der gesetzlichen Vorschriften bearbeiten und haben dazu die nötigen Leitplanken errichtet.

Jetzt liegt es am Veranstalter, mit Gesprächen und einem bewilligungsfähigen Gesuch einen Weg für zukünftige Motocross-WM-Rennen im Thurgau zu finden. Für ihn bleiben aber mögliche Einsprachen als grosses Restrisiko bestehen.