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Lehrerverband Thurgau feilt an neuer Strategie

Bildung Thurgau beschäftigt sich bereits mit der Strategie 2019 bis 2024. Handlungsbedarf sehen die Lehrpersonen bei Qualitätssicherung, Willkür von Schulgemeinden, bei der Administration und Gleichstellung.
Kurt Peter
Erziehungsdirektorin Monika Knill (links) und Anne Varenne, Präsidentin von Bildung Thurgau. (Bild: PD)

Erziehungsdirektorin Monika Knill (links) und Anne Varenne, Präsidentin von Bildung Thurgau. (Bild: PD)

79 Stimmberechtigte konnte Anne Varenne, Präsidentin von Bildung Thurgau, an der Delegiertenversammlung im Weinfelder Rathaus begrüssen. Nachdem die aktuelle «Strategie Bildung Thurgau» dieses Jahr auslaufe, erklärte die Präsidentin, seien die Delegierten aufgerufen, die dringendsten Themen an die Geschäftsleitung weiterzugeben.

An der Delegiertenversammlung im November wolle die Geschäftsleitung das neue Dokument zur Diskussion und Verabschiedung vorlegen, sagte Anne Varenne weiter. Durch alle Stufen hindurch zeichneten sich, bei allen individuellen Unterschieden, einige gemeinsame Anliegen ab.

Auch mit 65 Jahren noch gesund

Beim Thema «Schulleitung» wurde eine Qualitätssicherung verlangt, es sei zu wenig Transparenz vorhanden und bemängelt wurden zudem die häufigen Wechsel. Wichtig war den Lehrerinnen und Lehrern auch die Gleichbehandlung nach dem Motto «gleicher Lohn für gleiche Ausbildung».

In verschiedenen Bereichen stellten die Delegierten Willkür in den einzelnen Schulgemeinden fest, vor allem bei der Bezahlung von Bildungsurlaub sowie Fort- und Weiterbildungen.

Der administrative Aufwand steige und es gebe schleichenden Abbau bei den Anstellungsbedingungen. Der Beruf müsse so gestaltet werden, dass Lehrerinnen und Lehrer bei einem 100-Prozent-Pensum «auch mit 65 Jahren noch gesund sind». Bemängelt wurde zudem, dass lehrplankonforme Lehrmittel fehlten. Dass eine Nachfrage beim Bezug von Jokertagen nicht gestattet sei, wurde als «stossend» bezeichnet.

Besser kommunizieren und lobbyieren

Zuvor hatte Präsidentin Anne Varenne über erreichte, teilweise erreichte oder gar nicht erreichte Massnahmen im aktuellen Strategiepapier von Bildung Thurgau informiert. Der Einsatz der sozialen Medien könne als gelungen bezeichnet werden, ebenso die digitale Information an die Mitglieder. «Die Vernetzung mit Wirtschaft, Gewerbe, Gemeinden und Finanzen für Lobbying ist uns leider nicht gelungen», sagte Varenne weiter. Da es schwierig sei, konstante Beziehung zur regionalen Presse aufzubauen, könne der Kontakt nicht gepflegt werden. «Wir brauchen mehr Weiterbildung für Mitglieder bei Kommunikation und Lobbying».

«Bei vielen Themen im selben Boot»

In ihrem Grusswort ging Regierungsrätin und Erziehungsdirektorin Monika Knill auf die gemeinsamen Interessen ein: «Trotz Auseinandersetzungen finden wir gemeinsame Lösungen und sitzen bei vielen Themen im selben Boot», erwähnte sie beispielsweise den Ausbau der Pädagogischen Hochschule Thurgau. Nach zehn Jahren im Amt finde sie die Aufgabe immer noch spannend und «gerade in der Bildung sind die Herausforderungen für alle Seiten hoch». Die Delegierten stimmten abschliessend den Jahresberichten und der Jahresrechnung ohne Gegenstimme zu.

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