Landwirtschaft
Die Zeit als Chance nutzen: Regierung unterstützt die Verlängerung des GVO-Moratoriums bis 2025

Der Thurgauer Regierungsrat stimmt der Verlängerung des Moratoriums zum Inverkehrbringen gentechnisch veränderter Organismen bis zum 31. Dezember 2025 zu. Dies teilte er in einer Stellungnahme an das Uvek mit.

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Nach dem Willen der Thurgauer Regierung soll es bis Ende 2025 beim bestehenden GVO-Moratorium bleiben.

Nach dem Willen der Thurgauer Regierung soll es bis Ende 2025 beim bestehenden GVO-Moratorium bleiben.

Bild: Mareycke Frehner

(red) In seiner Vernehmlassungsantwort an das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) schreibt der Regierungsrat, das Moratorium sei für die Schweiz ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Zugleich böten neue gentechnische Verfahren der Landwirtschaft auch Chancen.

Dabei sei zu gewährleisten, dass Konsumentinnen und Konsumenten die freie Wahl zwischen gentechnikfreien oder -haltigen Produkten hätten. Während des verlängerten Moratoriums soll deshalb insbesondere präzisiert werden, was mit der Erweiterung der «history of safe use» gemeint ist und ob diese ebenfalls für die Ausnahmeregelung der Mutagenese-Verfahren gilt.

Weiter verlangt der Regierungsrat, dass für die kantonalen Vollzugsbehörden eine klare Definition von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) zu schaffen ist. Die neuen gentechnischen Verfahren (Genome-Editing) seien in die rechtliche Definition von GVO aufzunehmen.

Darüber hinaus müsse das verlängerte Moratorium dazu genutzt werden, die Nachweisverfahren für die neuen gentechnischen Verfahren und die Kontrollen zu etablieren und so einen Vollzug überhaupt zu ermöglichen.