Landi Wil prüft Neubau in der Gemeinde Sirnach

Damit hat keiner mehr gerechnet: Die Landi Wil realisiert ihren Neubau möglicherweise doch nicht in Bronschhofen. Sie konnte nämlich eine Gewerbeparzelle in Gloten zwischen Sirnach und Wil erwerben, in der Nähe des künftigen Autobahnanschlusses Wil West.

Hans Suter
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Die Landi Thur AG führt Läden in Wil, Zuzwil und Niederglatt und gehört zum Landverband (LV) St. Gallen. In den vergangenen Jahren wurde viel in die Modernisierung der Läden investiert. In Zuzwil wurde ein kompletter Neubau und in Niederglatt ein umfassender Um- und Ausbau realisiert. Nur in Wil hat sich noch nichts getan.

Das soll sich aber schon bald ändern. Klar ist, dass die hinter der «Ilge» gelegene Landi das Stadtzentrum verlassen wird. Unklar ist, ob der Neubau in Bronschhofen oder in Gloten realisiert wird. Dies entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Das Neubauprojekt im geplanten Gebäudekomplex G-Werk im Gewerbegebiet Gebenloostrasse beim AMP Bronschhofen war lange Zeit durch Einsprachen wegen mangelnder Zonenkonformität blockiert.

17'000 Quadratmeter Bauland

Nun liegt das bereinigte und bewilligungsfähige Bauprojekt öffentlich auf. Während der langen Verfahrensdauer hat sich dem LV St. Gallen aber eine neue Chance eröffnet. Im Dreieck Wiler-/ Dreibrunnenstrasse / Autobahn A1 im zu Sirnach gehörenden Weiler Gloten konnte der LV St. Gallen brutto 17'000 Quadratmeter Gewerbebauland erwerben. Dieses hatte zuvor die Fenaco reserviert, die von der einst geplanten Expansion nach Gloten aber Abstand nahm und diesen Schritt nun dem LV St. Gallen ermöglicht.

Gemeinde kann Auflagen zur Nutzung machen

Peter Bruhin, Gesamtleiter des Landverbands St. Gallen, sieht die Landi damit in der komfortablen Situation, zwischen zwei guten Standorten auswählen zu können. Welchen Standort bevorzugt Peter Bruhin? «Wir haben uns immer für Gloten interessiert», sagt er:

«Der geplante Autobahnanschluss Wil West macht Gloten für uns interessanter.»

Bruhin schliesst aber nicht aus, künftig beide Standorte zu betreiben. Auch in Gloten seien einige Hürden zu nehmen. So sei das Bauland mit einer Gestaltungsplanpflicht versehen, was mit Unwägbarkeiten verbunden sein könne. Denn die Gemeinde Sirnach könne Auflagen zur Ausgestaltung und Nutzung der Parzelle machen. «Wir klären zurzeit die Details ab, um Klarheit über die Auflagen und damit verbundenen Kosten zu erhalten». Sobald die Daten vorlägen, werde definitiv entschieden.

Die Landi gehört den Bauern und führte in der Vergangenheit vor allem Artikel für den bäuerlichen Bedarf. Seit sich die Landi dem Detailhandel geöffnet hat, nimmt die nichtbäuerliche Kundschaft zu. «Dieser Entscheid war sehr wichtig für die Entwicklung der Landi», sagt Bruhin.