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KVA Thurgau zahlt zwei Franken je Einwohner zurück

Der Verband KVA Thurgau steht gut da. Zum einen hat er 2017 bei der Abgabe von Fernwärme einen neuen Rekord erzielt, zum anderen haben sich die Strompreise seit Anfang 2018 stabilisiert. Plastik wird weiter mit dem Kuh-Bag gesammelt.
Christof Lampart
Plastiksammlung mit Kuh-Bag in Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stalder)

Plastiksammlung mit Kuh-Bag in Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stalder)

Nicht weniger als 146000 Tonnen Kehricht konnten in Energie umgewandelt werden, wie der Präsident der KVA-Verwaltungsrates, Reto Stäheli, Arbon, an der Delegiertenversammlung vom Mittwochabend im Weinfelder «Trauben sagt. Die KVA Thurgau sei im Jahr 2017 sehr gut ausgelastet gewesen. Des Weiteren sei der Geschäftsgang beim Recycling gut gewesen, wobei der Kuh-Bag genannte Sammelsack für Plastik eine Rolle spielte.

Insgesamt resultierte in der Betriebsrechnung 2017 bei einem Aufwand von 40,950 Millionen Franken und einem Ertrag von 42,238 Millionen Franken ein Ertragsüberschuss von 1,287 Millionen Franken. Der KVA-Verwaltungsrat schlug vor, 35 Prozent davon, nämlich 458350 Franken, an die Gemeinden zurückzuerstatten. Der Sonderzahlung von zwei Franken je Einwohner stimmten die Delegierten ebenso einmütig zu wie auch der Rückstellung des übrigen Ertragsüberschusses von 829900 Franken für Altlastensanierungen.

Die KVA Thurgau will binnen dreier Jahre dem Verbund thermischer Verwertungsanlagen beitreten. Dieser Verbund von bis dato vier ostschweizerischen KVA mit einer Gesamtkapazität von jährlich rund 500000 Tonnen ist laut Stäheli ein wertvolles Instrument, wenn es darum geht, die Auslastungsplanung, die Revisionen und die Bewirtschaftung der Abfälle im Einzugsgebiet und aus dem angrenzenden Ausland zu koordinieren.

Privater Weinfelder Müll nur noch in neuer Sammelstelle

Ein Höhepunkt im laufenden Jahr sei die Eröffnung des Regionalen Annahmezentrums im Westen Weinfeldens, welche in wenigen Tagen über die Bühne gehen werde, blickte Stäheli voraus: «Wir können durch das RAZ ganz massiv die Sicherheit auf dem Gelände der KVA verbessern, da sich die ganze Entsorgung der privaten Haushalte nur noch im RAZ Weinfelden abspielen wird».

Positives gab es auch in Sachen Kuh-Bag zu vermelden. Die zweijährige Versuchsphase hätte bei einer Überprüfung durch die Empa gezeigt, dass diese Kunststoffsammlung «ökologisch sinnvoll» sei, weshalb sich die Verwaltungsräte der KVA Thurgau und der KVA Bazenheid dafür ausgesprochen hätten, die Sammlungen weiterzuführen.

Gleichwohl werde diese Entwicklung in den anderen Landesteilen nicht nur mit grossem Interesse, sondern auch mit einiger Skepsis betrachtet, wie Stäheli weiter sagte. Andere Player befürchteten zunehmend, sie würden durch die Kunststoffe sammelnden Ostschweizer vom Markt verdrängt.

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