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Segelclub Steckborn hält Kurs aufs nächste halbe Jahrhundert

Ganz im Zeichen des 50-Jahr-Jubiläums des Segelclubs stand die Salami-Regatta am Samstag. Die Wettfahrt und das Fest an einem der schönsten Plätze am Untersee waren ein gesellschaftlicher Höhepunkt.
Margrith Pfister-Kübler
Die Shanty-Singers Steckborn singen für den Segelclub. Rechts: Segelclub-Commodore Rolf Schlaginhaufen. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Die Shanty-Singers Steckborn singen für den Segelclub. Rechts: Segelclub-Commodore Rolf Schlaginhaufen. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Zur Austragung kam zu Jubiläum die «Salami-Regatta» mit 29 Schiffen. Die Wettfahrt am Samstagmorgen wurde bei schönem Wetter und leichten Windverhältnissen durchgeführt. Beim Start gab es einige Frühstarter. «Entweder haben einige die Uhr falsch eingestellt, oder es hat viele Brauereibesitzer unter den Regattateilnehmern», sagte Regattaleiter Stefan Strasser bei der Rangverkündigung. «Frühstarter müssen ein Bierfässli spenden», präzisierte der frühere Kommodore Peter Röthlisberger.

«Segler bewegen sich mit erneuerbaren Energien. Unsere Mitglieder engagieren sich für den sorgfältigen Umgang mit den Gewässern und für die Jugendförderung.»
(Rolf Schlaginhaufen, Segelclub-Commodre)

Den 29. Rang gab es nicht, denn ein Boot hatte die Wendeboje zwischen Horn und der Reichenau nicht gefunden. Als Trostpreis gabs eine «Saure Gurke». Den ersten Platz nach Yardstick-Wertung belegte die Steckborner Stäheli-Crew mit Leo, Tobias, Anina und Stefan Stäheli mit dem Bootstyp Inferno 21. Jede Crew wurde mit einem Preis belohnt, auch eine Salami gehört dazu, was den Namen der Regatte erklärte.

Ein eigens für die Segler komponiertes Lied

Zur Stimmung rund um die Rangverkündigung trugen die Shanty-Singers Steckborn unter Leitung von Kurt Winiger mit ihren Liedern bei. «Jetzt gibt es eine ungeprobte Uraufführung», sagte Rolf Schlaginhaufen, Shanty-Singer und Kommodore des SCS. Unter Applaus erklang das Segelclub-Steckborn-Lied, einst an der Gründungsversammlung von Hans Kilchenmann zur Melodie von «Rolling Home» getextet: Der Refrain «Untersee, Untersee, Du Juwel von tausend Seen, unsre Heimat bleibst Du ewig» katapultierte die Liebe zum Segelrevier noch höher. Die wunderbare Stimmung mit glücklichen Gesichtern setzte sich am Abend im Festzelt fort. Kommodore Schlaginhaufen setzte nicht nur die Geschichte des SCS mit einer Festschrift in Szene, sondern auch die Umweltschutz-Anliegen: «Segler bewegen sich mit erneuerbaren Energien. Unsere Mitglieder engagieren sich für den sorgfältigen Umgang mit den Gewässern und für die Jugendförderung.» So nehme der SCS eine wichtige Stellung am Bodensee ein, betonte der Kommodore und dankte nicht nur allen Aktiven, sondern auch der Stadtbehörde Steckborn für deren Unterstützung.

Die Salami-Regatta des Segelclubs Steckborn. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Die Salami-Regatta des Segelclubs Steckborn. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Doch wie kam es zur Gründung? Vor 50 Jahren beschlossen 26 ehemalige Mitglieder der Seglervereinigung Mammern, einen eigenen Verein mit Sitz in Steckborn – eben den SCS – zu gründen. Alles ist haargenau dokumentiert in einer Festschrift, die auch Zeitgeschichte über Freizeitaktivitäten ist. Denn früher war Segeln nur einer privilegierten Oberschicht vorbehalten und wurde in der Nachkriegszeit nach und nach für den Mittelstand erschwinglich. Die Mitglieder der Seglervereinigung Mammern (SVM) kamen aus Basel, Zürich und der Bodenseeregion. In den 1960-igern kam beim SVM der Wunsch auf, den Mitgliederbestand zu reduzieren. Zudem wünschten die Segler aus dem Raume Steckborn ihre Eigenständigkeit. Die Gründung des Segelclubs Steckborn (SCS) wurde am 20. Januar 1968 geheim in einer Jagdhütte beschlossen. Am 11. Mai 1968 wurde die Gründung des SCS verkündet, und die Gründungsmitglieder gaben ihren Austritt aus der SVM bekannt. Der Vorstand des SVM gab dem neuen Verein sogar einen Göttibatzen von 500 Franken mit auf den Weg. Für damalige Zeiten revolutionär: An der GV 1969 des SCS waren auch Frauen im Verein stimmberechtigt.

Glückwunschbotschaften kamen am Festabend von Stadtrat Jonas Füllemann, der das Vereinsleben lobte, sowie vom Bodenseeseglerverband und befreundeten Segelclubs.

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