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Am Kunstnacht-Flohmarkt in Frauenfeld gab es Kunst und Künstler zum Anfassen

Ein Kunstnacht-Flohmarkt gegen das Januarloch. Bezahlbare Kunst im Eisenwerk in Frauenfeld mit Höchstpreisen von 399 Franken.
Christine Luley
Schwellenabbau: Salome Lüthy im Gespräch mit einem Besucher. (Bild: Christine Luley)

Schwellenabbau: Salome Lüthy im Gespräch mit einem Besucher. (Bild: Christine Luley)

23 Künstler präsentierten in der Shedhalle ihre Werke: Zeichnungen, Bilder, Fotografien, Druckgrafiken, Skulpturen und Objekte jeglicher Art. «Am Kunstnacht-Flohmarkt darf grundsätzlich jeder Kunst verkaufen», antwortete die Organisatorin Neri Baeriswyl auf die Frage nach den Auswahlkriterien.

Aber, Kunst muss es sein und nicht Kunsthandwerk. Doch wo liegt der Unterschied? Die Organisatorin sagt:

«Kunst macht eine Aussage und ist kein reproduzierbares Dekorationsstück.»

Am Stand der Töpferin Eva Engeler aus Müllheim fällt der Blick auf eine Nackte. Die Figur räkelt sich voller Wonne in der Wanne und regt zur Gelassenheit an. «Ja, das ist Kunst», befindet eine Besucherin.

Eine Keramikfigur von Eva Engeler hat ein neues Zuhause gefunden. (Bild: Christine Luley)

Eine Keramikfigur von Eva Engeler hat ein neues Zuhause gefunden. (Bild: Christine Luley)

Spannend sind die Begegnungen mit den Künstlern. Joachim Trautner aus Kreuzlingen hat mit alten Polaroidbildern experimentiert. Diese in kochendes Wasser gelegt und die abgelöste Farbschicht auf eine andere Oberfläche transferiert. Die Aufnahme eines Leuchtturms erhält dadurch einen neuen künstlerischen Ausdruck.

Eine Plattform für die Künstler

Für die einen ist der Anlass ein Lagerverkauf, für die anderen eine Plattform, um sich zu präsentieren. Judith Wiesli aus Rickenbach bei Wil ist zum ersten Mal am Kunstnacht-Flohmarkt. Sie sorgt mit ihrer Vergolderkunst dafür, dass Kunstwerke mit einem passenden Rahmen noch mehr Aussagekraft gewinnen.

Gespräche mit der Vergolderin Judith Wiesli. (Bild: Christine Luley)

Gespräche mit der Vergolderin Judith Wiesli. (Bild: Christine Luley)

Salome Lüthy aus Winterthur hat sich bisher noch nie an die Öffentlichkeit gewagt. Die Gymnasiastin fotografiert analog. Im digitalen Zeitalter und den tausendfach geposteten Bilder fast ein Anachronismus. «Es ist eine Herausforderung, denn das Ergebnis zeigt sich erst nach der Entwicklung», sagt die 18-Jährige. Ihre Schwarz-Weiss-Aufnahme eines Motorradfahrers mit Seitenwagen könnte aus einem alten italienischen Film stammen.

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