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Kunst, Konzerte und Einkehr: Im neuen Jahr wird in der Kartause Ittingen viel geboten

Die Kartause Ittingen stellt ihr Jahresprogramm unter das Motto «Wandern und Wandeln». Sie lockt mit besonderen Routen und Rundgängen – auch auf den Spuren der Kartäuser und Zwinglis.
Dieter Langhart
Museumskuratorin Stefanie Hoch und Kommunikationschefin Corinne Rüegg Widmer in der Ausstellung über Helen Dahm. (Bild: Dieter Langhart)

Museumskuratorin Stefanie Hoch und Kommunikationschefin Corinne Rüegg Widmer in der Ausstellung über Helen Dahm. (Bild: Dieter Langhart)

Unter den riesigen Dächern der Kartause liegen das Ittinger und das Kunstmuseum, das Seminarhotel und das Restaurant, ein Wohnheim und das Zentrum für Spiritualität Tecum. Und doch wird die Kartause von den Besuchern «als ein Ganzes wahrgenommen», sagt Procurator Heinz Scheidegger, und das sei gut so.

Er freut sich sehr, dass die Spendenaktion für die Sanierung der Dächer bereits rund 650'000 Franken eingebracht hat. So kann die zweite Etappe in Angriff genommen werden. Die Pfingstkonzerte gehören zu den renommiertesten Konzertreihen der Schweiz; heuer werden sie 25.

Weinwanderroute und ein neuer Lehrpfad sind geplant

Der künstlerische Leiter Nicolas Altstaedt stellt das Programm unter das Motto «Genesis» und blickt mit Veit Bach nach Ungarn, zu den Wurzeln der berühmten Musikerfamilie. Zudem hat er einen Kompositionsauftrag vergeben an die Komponistin Helena Winkelman. Sie stellt ihr neues Cellokonzert «Atlas» vor und schlägt mit einer Hommage an Haydn zugleich eine Brücke zu dessen Vogel-Quartett.

Die beliebte Reihe der Sonntagskonzerte läuft bereits; das dritte ist am 10. Februar. Auszeit im Kloster soll länger dauern Die Erlebnisangebote haben die Institutionen der Kartause gemeinsam erarbeitet: Auszeit im Kloster und Genussvolles, eine Fussreise auf Adolf Dietrichs Spuren oder Foto- und Zeichenkurse.

Das Jahresthema «Wandern und Wandeln» lockt mit besonderen Routen und mit neuen für Stammgäste. Geplant sind zudem eine Weinwanderroute und ein neuer Lehrpfad. Thomas Bachofner leitet das Tecum, das Zentrum für Spiritualität, Bildung und Gemeindebau. Er lädt ein, auf den Spuren der Kartäusermönche und Zwinglis zu wandeln – also im Geiste, nicht zu Fuss.

Ausatmen und Ruhe finden

Tecum greift den Trend zu mehr Achtsamkeit und Entschleunigung auf – die Kartause sei der perfekte Ort, auszuatmen, Ruhe zu finden, den inneren Kompass wieder auszurichten. Die letztes Jahr erstmals angebotene fünftägige «Auszeit im Kloster» mit Übernachtung in einer ehemaligen Mönchszelle und fachlicher Begleitung wird weitergeführt – und soll in der zweiten Jahreshälfte auf zwei Wochen ausgedehnt werden.

«ReVision», eine neue Seminarreihe, beginnt im Februar und hat ein ähnliches Ziel: den eigenen Lebensweg zu reflektieren, etwa wenn ein neuer Lebensabschnitt bevorsteht. Zwingli und 500 Jahre Zürcher Reformation betrifft auch Ittingen. Die Kartause will hinter die Klischees blicken und tritt mit dem szenischen Singprojekt «Um Gottes Willen!» dreimal im Thurgau auf: Sulgen (15.3.), Steckborn (16.3.) und daheim (17.3.).

Die viertägigen Pilgertage ab Auffahrt folgen Zwinglis Spuren von Wildhaus nach Einsiedeln. Und schliesslich haben gegen Jahresende der Pater und Buchautor Anselm Grün und Flötist Hans-Jürgen Hufeisen einen gemeinsamen Auftritt. Der 22. November wird vermutlich die letzte Gelegenheit sein, sie in dieser Zusammensetzung zu erleben.

«Ein Kuss der ganzen Welt» und Sternschnuppen

Markus Landert leitet beide Museen, das Ittinger und das Kunstmuseum. «Der gesellschaftliche Wandel mit Digitalisierung und weltumspannenden Reisen wirkt sich auch auf unser Programm aus.»

Während es bei der Adolf-Dietrich-Ausstellung im vergangenen Jahr bisweilen hiess «was, schon fertig?», dauern die laufenden Ausstellungen mit Helen Dahm und Till Velten deutlich länger – und der «Loop» von Bildstein | Glatz begrüsst die Besucher noch bis übernächsten Mai. Das Kunstmuseum will also auch entschleunigen. Markus Landert sagt:

«Neue Medien ersetzen nicht die alten.»

Mit dem Frauen-Kunst-Club bietet sich ab Februar viermal die Gelegenheit, sich mit Helen Dahm vertieft auseinanderzusetzen, statt die grosse Ausstellung mit einem einzigen Besuch abzuhaken. Zudem: wer alle vier Nachmittage besucht, erhält die Dahm-Publikation «Ein Kuss der ganzen Welt» geschenkt. Und Sternschnuppengucker merken sich den 13. August vor mit den «Tränen des Laurentius».

www.kartause.ch

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