Künftig mit Rechtsvortritt - Eschlikon entschärft neuralgische Verzweigung 

Die Gemeinde Eschlikon entschärft die Einmündung der Wallenwilerstrasse in die Hörnlistrasse. Das Projekt kostet eine halbe Million Franken, die Bauarbeiten starten während der Sommerferien.

Olaf Kühne
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Ein Lastwagen biegt von der Hörnli- in die Wallenwilerstrasse ab. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wird im Zuge der Umgestaltung der Kurvenradius der Verzweigung vergrössert. (Bild: Olaf Kühne)

Ein Lastwagen biegt von der Hörnli- in die Wallenwilerstrasse ab. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wird im Zuge der Umgestaltung der Kurvenradius der Verzweigung vergrössert. (Bild: Olaf Kühne)

Verkehr und Verkehrssicherheit sind in Eschlikon thematische Dauerbrenner und werden die Gemeinde wohl auf absehbare Zeit auf Trab halten. Einem neuralgischen Punkt soll es nun aber an den Kragen gehen: Während der Sommerferien starten die Bauarbeiten für die Umgestaltung der Einmündung der Wallenwiler- in die Hörnlistrasse.

Insbesondere durch den stetig zunehmenden Lastwagenverkehr ist dieser Punkt belastet, von Eschlikon her kommend ist für längere Lastzüge der Abbiegeradius zu eng. Weil zudem der ab der Bahnhofstrasse bereits begonnene Radweg dereinst durchgehend werden soll, budgetierte der Gemeinderat vergangenes Jahr für den Umbau der Einmündung 491000 Franken in der Investitionsrechnung, welche die Gemeindeversammlung im Dezember absegnete.

Wie der Gemeinderat mitteilt, sollen die Bauarbeiten rund drei Monate dauern. Danach müssen insbesondere Verkehrsteilnehmer umdenken, die von Eschlikon nach Hurnen fahren. Sind sie bis anhin vortrittsberechtigt, gilt auf der Verzweigung künftig Rechtsvortritt.

Um den besagten Abbiegeradius zu öffnen, wird vom gemeindeeigenen Kiesparkplatz entlang der Bahnlinie (auf dem Bild unten links) ein Teil abgezwackt. Der Kiesplatz ist derzeit an die Inno Plastics AG vermietet. Zudem hat die Gemeinde von der benachbarten Schmid AG Land erworben.

Die Umgestaltung war nicht zuletzt auch ein Versprechen an den Kanton, damit dieser – wie von der Gemeinde gewünscht – die die Buslinie weiterhin über die Wallenwilerstrasse zum Bahnhof Süd führt.

Dauerbaustelle Hörnlistrasse

Die bevorstehende Umgestaltung der Verzweigung Wallenwilerstrasse/Hörnlistrasse ist nicht die erste bauliche Massnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit zum Eschliker Industriegebiet – und es wird auch nicht die letzte bleiben.

2012 wurde an der Bahnhofstrasse der «Frohsinn» abgerissen. Das einstige Restaurant musste einem Kreisel weichen, welcher die Zufahrt zur Hörnlistrasse verbesserte. Der Bau kostete 1,8 Millionen Franken, wovon die Gemeinde Eschlikon rund 800000 Franken trug.

Mit dem Bezug der Lindenacker-Überbauung wurde vergangenes Jahr an der Hörnlistrasse eine Bushaltestelle eingerichtet. Damit wurde auch ab der Bahnhofstrasse ein Radweg begonnen, der derzeit noch in der Hörnlistrasse endet und erst nach der Hörnlibrücke wieder weiterführt. Das soll sich künftig ändern, der Radweg durchgehend werden.
Hierfür muss allerdings die Hörnlibrücke verbreitert werden. Diese Verbreiterung sowie die Sanierung der Brücke ist laut Gemeindeschreiber Marcel Aeschlimann für 2021 vorgesehen.

Die Hörnlibrücke war bereits vor zwei Jahren eine Baustelle, was indes nichts mit Verkehrssicherheit zu tun hatte: Zur Errichtung des Fernwärmenetzes wurde im Sommer 2017 ein Leitungs-Trassee an die Brücke montiert. Das Netz versorgt unter anderem die Eschliker Schulanlagen. (kuo)