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Kulturelle Nahrung für Herz und Verstand in Frauenfeld

Der Kirchenchor führt am Wochenende Bachs Weihnachtsoratorium auf und der Theaterverein zeigt Lessings «Nathan der Weise».
Stefan Hilzinger
Probe für das «Weihnachtsoratorium nicht nur für Kinder» in der Evangelischen Stadtkirche. (Bild: Stefan Hilzinger)

Probe für das «Weihnachtsoratorium nicht nur für Kinder» in der Evangelischen Stadtkirche. (Bild: Stefan Hilzinger)

Türchen um Türchen rückt das erste Hochfest der Christenheit näher. Der Veranstaltungskalender quillt über vor lauter Märkten und Basaren. Die Wunschlisten sind lang, der Rubel rollt. Das soll so sein. Dieses Wochenende gesellt sich in Frauenfeld zum Kommerz aber auch die Kontemplation. Der Zufall will es, dass am Sonntag zwei grosse Werke abendländischer Kultur zu erleben sind, die beide den Glauben zum Thema haben: Bachs Weihnachtsoratorium und Lessings «Nathan der Weise».

«Jauchzet, frohlocket!»

Der Evangelische Kirchenchor führt heute (19.30 Uhr) und sonntags (17 Uhr) in der Stadtkirche die ersten drei Teile von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium auf. Der Chor «jauchzt und frohlockt» unter der Leitung von Christoph Lowis auch deswegen, weil er heuer seinen 150. Geburtstag feiern darf. Zu Herzen gehende Choräle und Arien feiern die Geschichte von Jesu Geburt in barocker Manier.
Um die grosse Komposition Familien und Kindern zugänglich zu machen, hat Kinderchorleiterin Tabea Schöll für den Samstagnachmittag (17 Uhr) ausserdem ein musikalisches Krippenspiel rund um den tollpatschigen Hirten Kurt eingerichtet.

Zeitloses Theater

Sonntags (19 Uhr) schliesslich zeigt der Theaterverein im Casino Gotthold Ephraim Lessings Schauspiel «Nathan der Weise» aus dem Jahr 1779, in dessen Zentrum die vielfach gedeutete Ringparabel steht. Welche Religion ist nun die «einzig wahre?» Das Christentum, das Judentum oder der Islam? Das Theaterstück hat angesichts vieler ungelöster religiös motivierter Konflikte weltweit auch 240 Jahre nach seiner Entstehung nichts von seiner Aktualität verloren. Lessings Botschaft ist laut Theaterverein: «Eine Religion muss ihre Werte hier und heute leben. Nur im humanen Handeln, der gelebten sozialen Praxis erweist sich ihr Bestand.»
Zweifel an der eigenen Version von Wahrheit sind bekanntlich ausser Mode gekommen. Der zweite Advent lädt in Frauenfeld ein zum Geniessen und Grübeln.

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