Kultur
Tanz in Gummistiefeln: Erstausgabe des Braunauer Freedom Festivals leidet unter miesem Wetter

Da, wo einst Motocrosspiloten ihre Runden drehten, fand am Wochenende die Premiere des Freedom Festivals statt. Dabei wurde der Motorenlärm durch Musik aller Genres ersetzt – ein kleines, feines Open Air mit bescheidenem Publikumsandrang, dafür mit hervorragender Stimmung, trotz nasskaltem Wetter.

Christoph Heer
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Es hätte noch viel Platz zum Tanzen zur Musik von Black Salt. Nichtsdestotrotz steigt die Stimmung am ersten Freedom Festival im Riethüsli von Stunde zu Stunde.

Es hätte noch viel Platz zum Tanzen zur Musik von Black Salt. Nichtsdestotrotz steigt die Stimmung am ersten Freedom Festival im Riethüsli von Stunde zu Stunde.

Bild: Christoph Heer

Für jeden Musikgeschmack etwas. Diese Phrase traf am Wochenende in Braunau durchaus zu. Am Samstagnachmittag – zur Premiere des Freedom Festivals – sind es unter anderem Black Salt, Barefoot to the Moon, In the Name of Dub und Bozsik and the Living Session Band, die auf der Bühne (ein Lastwagenanhänger) stehen und für Stimmung sorgen.

Präzisiert heisst das: Rock, Hardrock, Psychedelic Rock, Blues, Latino, Acid, Folk, Irisch und vieles mehr bringen die ersten Besucher zum Tanzen. Und wer es dann später lieber etwas elektronischer mag, der geniesst die Abendstunden, dann heisst es nämlich, Goa, Drum'n'Bass oder Trance und dies bespickt mit einer Laser- und Feuershow. Diverse DJs sorgen hierbei für die satten Beats.

Trotz diesem gelungenen Angebot: Das Wetter hat dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Was schade ist, denn die Infrastruktur hielt, was sie versprach, die Bands ebenso und das Areal, welches zum Restaurant Riethüsli gehört, schluckte so viel Wasser wie möglich.

Gutes Schuhwerk ist gefragt an der Erstausgabe des Braunauer Freedom Festivals.

Gutes Schuhwerk ist gefragt an der Erstausgabe des Braunauer Freedom Festivals.

Bild: Christoph Heer

Dementsprechend strömen tagsüber nicht gar so viele Besucher heran, wie man sich erhofft hat. Aber, und das muss festgehalten sein, diejenigen, die gekommen sind, die haben ihren Spass. Da wird barfuss in der nassen Wiese getanzt, mit gelben Gummistiefeln herumspaziert und der aufkommende Durst sowie das Hungergefühl im Magen müssen schliesslich auch bei knappen zwölf Grad Celsius gelöscht und getilgt werden.

Von den Organisatoren sind Marco Albrecht und Pascal Zeltner stets darauf bedacht, den Wünschen der Besucher gerecht zu werden. Auch Avisha Antunez und Silvan Hinder gehören mit ins OK-Boot des Freedom Festivals. Sie haben es geschafft, ein neuartiges Open Air auf die Beine zu stellen. Bleibt zu hoffen, dass ihr Fazit nicht allzu negativ ausfallen wird und es in den kommenden Jahren eine Zweitauflage gibt.

«Wir haben lange nach einem geeigneten Platz gesucht, den wir, nach einigen Absagen, hier in der Gemeinde Braunau gefunden und erhalten haben. Darum wollen wir auch der Gemeindebehörde danken, die uns keine Steine in den Weg gelegt hat», sagt Marco Albrecht.

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