Krisenbewältigung
«Wir sind sofort wieder bereit, weitere Kiessäcke abzufüllen»: Zivilschützer helfen Seegemeinden bei der Bewältigung des Hochwasserschutzes

Angehörige der Zivilschutzregion Frauenfeld haben ihre Kollegen beim Hochwasserschutz am Ufer von Bodensee und Rhein beim Abfüllen von rund 1500 Kiessäcken unterstützt.

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Zivilschützer füllen Sack um Sack ab.

Zivilschützer füllen Sack um Sack ab.

Bild: PD

(red) Rund 20 Tonnen Kies hat ein Dutzend Angehörige der beiden Zivilschutzregionen Frauenfeld und Kreuzlingen im Kieswerk nördlich des Bahngleises in Tägerwilen gemeinsam abgefüllt, was gemäss Kommandant Max Steiner von der Zivilschutzregion Frauenfeld ohne Probleme verlief. Der Einsatz konnte ohne Zwischenfälle abgeschlossen werden und der Kommandant war mit den Abläufen sehr zufrieden, heisst es in einer Mitteilung der Zivilschutzregion Frauenfeld, die sich über 23 Gemeinden des Bezirks zwischen Sonneberg, Untersee und Hochrhein erstreckt.

Max Steiner ist zufrieden mit der Zusammenarbeit mit dem Amt für Bevölkerungsschutz und Armee als Eigentümerin der Abfüllanlage, die angenehm und einfach war. Er sagt:

«Wir sind sofort wieder bereit, weitere Kiessäcke abzufüllen.»
Max Steiner, Kommandant Zivilschutzregion Frauenfeld.

Max Steiner, Kommandant Zivilschutzregion Frauenfeld.

Bild: Andrea Stalder

Im Anschluss an die Abfüllaktion wurden die Kiessäcke grösstenteils durch die Gemeinden abgeholt.

Hohe Einsatzbereitschaft aller Zivilschützer

Die Anlage bleibt sicherheitshalber noch einige Tage im Kieswerk und wird erst bei Entschärfung der Sachlage wieder abgebaut. Michael Stauffer, Leiter Logistik der Zivilschutzregion Frauenfeld, freut sich insbesondere über die Einsatzbereitschaft der Zivilschützer, die ausnahmslos spontan ihre Mitarbeit zugesagt hatten.

Im Kieswerk in Tägerwilen sind die Zivilschützer bei der Arbeit.

Im Kieswerk in Tägerwilen sind die Zivilschützer bei der Arbeit.

Bild: PD

Nach der prekären Hochwassersituation der vergangenen Tage hat sich die Lage dank des guten Wetters mittlerweile wieder stabilisiert. Der Pegel in Berlingen etwa sinkt seit dem Höchststand von 396,61 Metern vom Montag laufend und befindet sich noch in der Gefahrenstufe 2 von 5. Gegenüber dem Durchschnittswert liegt der Wasserstand aber immer noch deutlich höher. Ausserdem ist in den nächsten Tagen mit weiteren Gewittern und Regenfällen zu rechnen.

Die Zivilschützer der Region Frauenfeld jedenfalls wären bereit, weitere Einsätze zu Gunsten des Bevölkerungsschutzes zu leisten.

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