Kreuzlingen und Konstanz kämpfen für baldige Öffnung der Grenze

Die Städte Kreuzlingen und Konstanz sowie der Landkreis Konstanz kämpfen dafür, dass neben der Wahrung wirtschaftlicher Interessen auch das Wiedersehen von Familien und Paaren bald wieder möglich ist.

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Derzeit ein Symbol der Trennung - der Grenzzaun zwischen Kreuzlingen und Konstnaz.

Derzeit ein Symbol der Trennung - der Grenzzaun zwischen Kreuzlingen und Konstnaz.

Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Die von deutschen Innenminister Horst Seehofer angeordnete Schliessung der Grenzen seit 16. März 2020 bedeutete eine schmerz­hafte Einschränkung in das Alltagsleben der Bürgerinnen und Bürger von Konstanz und Kreuzlingen. Das schreibt das Landratsamt Konstanz in einer Mitteilung von Montagabend.

«Was viele Jahre zu einer gelebten Einheit zusammenwuchs, wurde auf einmal getrennt. »

Die Massnahmen sei nachvollziehbar, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. «Zeitgleich stellt sie einen harten Einschnitt in das Leben an der Grenzregion dar», wie es weiter in der Mitteilung heisst. Bereits vier Tage nach der Schliessung, am 20. März, trafen sich Landrat Zeno Danner, Uli Burchardt, Oberbürgermeister der Stadt Konstanz, und Thomas Niederberger, Stadtpräsident von Kreuzlingen, als Zeichen des gemeinsamen, fortwährenden Austauschs über Grenzen hinweg auf Klein Venedig.

Am 15. April entschied der Bundesinnenminister, dass die Grenzen weiterhin ausschliesslich für Berufspendler und den Warenverkehr durchlässig sind, wie es weiter in der Mitteilung von Montag heisst. Familienangehörige und Paare, die auf verschiedenen Seiten der Grenze wohnen, dürfen sich weiterhin nicht begegnen – für viele eine schwierige Situation.

«Persönlich wie politisch wird getrennt, was zusammengehört.»